Hörifest
SVP-Kantonsrat Claudio Schmid setzt Kopfgeld auf Schläger aus - Bisher keine Hinweise

In sozialen Medien hat SVP-Kantonsrat Claudio Schmid Zeugenaufrufe publiziert. Grund dafür ist ein Vorfall am Hörifest. Dort soll ein Mann von vier Jugendlichen übel zugerichtet worden sein.

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Beweise dafür, dass das Opfer bei den Toi-Toi-Kabinen angegriffen wurde, gibt es nicht. OK-Präsident des Hörifests Christian Meier geht davon aus, dass der Vorfall sich nicht auf dem Festgelände ereignet hat. (Symbolbild)

Beweise dafür, dass das Opfer bei den Toi-Toi-Kabinen angegriffen wurde, gibt es nicht. OK-Präsident des Hörifests Christian Meier geht davon aus, dass der Vorfall sich nicht auf dem Festgelände ereignet hat. (Symbolbild)

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Vier Stiche oberhalb der Stirn und ein Stich an der Schläfe: Die genähten Platzwunden am Kopf des Opfers lassen erahnen, mit welcher Wucht die Täter auf ihn einschlugen. Ob sie dabei einen Gegenstand verwendeten, ist unbekannt. Mehrere Personen sollen den Mann bei den Toi-Toi-Kabinen am Hörifest angegriffen haben. Beweise dafür gibt es nicht. Auch der Kantonspolizei ist kein solcher Zwischenfall bekannt. Mediensprecher Ralph Hirt sagt: «Die Polizei wurde nicht alarmiert.» Es könnte jedoch sein, dass das Opfer inzwischen Anzeige erstattet habe. «Dazu dürften wir aber keine Stellung nehmen», so Hirt weiter.

SVP-Kantonsrat Claudio Schmid, Bülach, der auch am Hörifest war, startete letzte Woche auf Facebook und Twitter einen Zeugenaufruf. Er schreibt: «Am Sonntag, 14. Mai, 01.15 Uhr, wurde R.B. von vier Jugendlichen verletzt. Am Kopf, am Rücken und an den Beinen. Wer etwas weiss, soll bei der Telefonnummer 044 862 49 89 anrufen.» Der Beitrag wurde bereits 188-mal geteilt. Bisher ohne Erfolg. Schmid sagt: «Wir erhielten noch keine Hinweise.»

«Das kann die Polizei nicht verbieten. Jede Person darf selbst entscheiden, ob sie Hinweise entschädigen möchte.»

Ralph Hirt, Mediensprecher Kantonspolizei

Schmid: «Ein Fake»

Am Freitag kommentierte der Kantonsrat unter seinem Beitrag: «Eine 5000-fränkige Prämie ist aufbereitet.» Will heissen: Auf die Täter ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Nun sagt Schmid aber, dass dies «ein Fake» sei. «Wir wollten etwas ausprobieren.» Ziel war es womöglich, die Täter einzuschüchtern und zu einem Geständnis zu zwingen. Darf man das? Ja. «Das kann die Polizei nicht verbieten», sagt Hirt, «jede Person darf selbst entscheiden, ob sie Hinweise entschädigen möchte.»

Christian Meier, OK-Präsident des Hörifests, ist sich sicher: «Dieser Vorfall hat sich nicht auf dem Festgelände abgespielt. Das hätten die Sicherheitsleute bemerkt.» (fzw)