Ständeratswahlen
SVP, FDP und CVP entscheiden am Dienstag über zweiten Wahlgang

SVP, FDP und CVP werden am Dienstagabend über das weitere Vorgehen bei den Ständeratswahlen im Kanton Zürich entscheiden. Theoretisch ist es auch möglich, dass die Parteien für den Wahlgang am 22. November einen völlig neuen Kandidaten präsentieren.

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Ruedi Noser (FDP), Barbara Schmid-Federer (CVP), Hans-Ueli Vogt (SVP) und Bastien Girod (Grüne).

Ruedi Noser (FDP), Barbara Schmid-Federer (CVP), Hans-Ueli Vogt (SVP) und Bastien Girod (Grüne).

Limmattaler Zeitung

Die SVP wolle verschiedene Möglichkeiten besprechen, sagte Ständeratskandidat Hans-Ueli Vogt am Montag gegenüber der sda. Er gehe davon aus, dass die SVP auch im zweiten Wahlgang antrete. Vogt landete im ersten Wahlgang hinter Gewinner Daniel Jositsch (SP) und dem Zweitplatzierten Ruedi Noser (FDP).

Dass es Vogt sein wird, der in den zweiten Wahlgang geht, ist aber keineswegs in Stein gemeisselt. Parteien können im zweiten Durchgang neue Kandidaten ins Rennen schicken.

Köppel: "Kein Thema"

Natalie Rickli beispielsweise schlägt Roger Köppel vor, der am Sonntag bei den Nationalratswahlen an allen anderen vorbeizog. "Ich kann mir gut vorstellen, dass er mit seinem Wahlresultat diesen Sitz holen könnte", sagte die Winterthurerin gegenüber Radio 24.

Gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagte Köppel am Montag jedoch, dass eine Wahl in den Ständerat für ihn kein Thema sei. "Ich konzentriere mich auf mein Mandat als Nationalrat. Dieser Rucksack ist schwer genug."

Auch die FDP will am Dienstagabend besprechen, wie sie beim zweiten Wahlgang vorgehen will, wie Kantonalpräsident Beat Walti auf Anfrage sagte. Bereits heute Montag werden die Grünen entscheiden, ob sie noch einmal ins Rennen gehen.

Ihr Aushängeschild Bastien Girod erreichte am Sonntag den vierten Platz und landete überraschend deutlich vor GLP-Kandidat Martin Bäumle. Dieser gab bereits am Sonntag bekannt, dass er beim zweiten Wahlgang nicht mehr antritt.

Ingold tritt nicht mehr an

Zurückziehen wird sich auch EVP-Kandidatin Maja Ingold, die abgeschlagen auf dem siebten Platz landete. Ihre Partei wird nach den Sitzungen von Grünen, SVP und FDP entscheiden, wen sie im zweiten Wahlgang unterstützen will.

Die CVP will zeitgleich wie SVP und FDP besprechen, ob sie ihre Kandidatin Barbara Schmid-Federer noch einmal ins Rennen schicken will. Sie schaffte es am Sonntag auf den sechsten Platz.

Seit 1987 immer eine Zürcher Frau im Ständerat

Zieht sich die CVP zurück, gibt es keine Chance auf eine weibliche Zürcher Ständerätin mehr. Seit 1987 war Zürich immer mit einer Frau in der kleinen Kammer vertreten. Vor der nun abtretenden Verena Diener (GLP) waren dies Trix Heberlein (FDP), Vreny Spoerry (FDP) und Monika Weber (LdU).