Polizeieinsatz
Südkurve will gegen die Stadtpolizei und ihr Vorgehen klagen

FCZ-Anhänger verlangen eine Aufarbeitung des Einsatzes der Stadtpolizei Zürich vor dem Derby vom 12. Mai. Die Polizei soll im hinteren Teil des FCZ-Fanmarsches gezielt auf Kopfhöhe Gummischrott abgefeuert haben.

Patrick Schlumpf
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Keystone

Anhänger des FCZ haben gegen die Stadtpolizei Zürich Anzeige erstattet. Der Polizei wird vorgeworfen, dass sie systematisch und gezielt Gummischrott auf Kopfhöhe abgefeuert zu haben. In einer Stellungnahme schreibt die Südkurve, dass Fans wortwörtlich «zum Abschuss freigegeben wurden».

Der Einsatz der Polizei vor dem Zürcher-Derby vom 12. Mai 2013 sei ein einziger Skandal. Laut den Fans des FCZ habe sich der Gummischrott-Einsatz lediglich im hinteren Teil des Fanmarsches abgespielt, dort wo sich vorwiegend Familien, Frauen und Minderjährige aufhielten.

Nach einem Aufruf der Südkurve hätten sich zahlreiche Personen gemeldet, darunter auch Frauen und Kinder, welche durch Gummischrott im Gesicht und an den Augen verletzt wurden. Entsprechende Fotos veröffentlichten die Fans auf ihrer Website.

Der Sprecher der Stadtpolizei Zürich, Marco Cortesi, wehrt sich gegen die Vorwürfe und ist überzeugt, dass die Polizisten verhältnismässig und richtig gehandelt hätten. Den Verletzten empfiehlt er eine Anzeige einzureichen.

Die Südkurve fordert nun eine öffentliche Aufarbeitung der Vorfälle.