Zürich

Strich-Tickets bringen fast 80'000 Franken in Zürcher Stadtkasse

Lukratier Strassenstreich:Billettautomaten für Prostituierte füllen die Stadtkasse in Zürich.

Lukratier Strassenstreich:Billettautomaten für Prostituierte füllen die Stadtkasse in Zürich.

Der Strassenstrich wird für die Stadt Zürich zu einem florierendem Geschäft. Die Stadt hat mit Billettautomaten, an denen Prostituierte ein Ticket kaufen müssen, im ersten Jahr 80000 Franken eingenommen.

78'000 Franken sind im vergangenen Jahr dank den neu eingeführten Strich-Tickets in die Zürcher Stadtkasse geflossen. Gut 30'000 Franken waren es im Niederdorf, fast 40'000 am Sihlquai, der Ende August als Strichmeile aufgehoben wurde, und 8000 Franken vom Strichplatz in Altstetten.

Robert Soos, Sprecher des Zürcher Polizeidepartements, bestätigte am Donnerstag eine Meldung des «Tages-Anzeigers» zu den Einnahmen aus den Tickets. Diese wurden im Zusammenhang mit der neuen Prostituiertenverordnung Anfang 2013 eingeführt.

Zu beziehen sind die Fünf-Franken-Tickets an umgerüsteten Parkuhr-Automaten. Jede Prostituierte muss täglich bei Arbeitsantritt ein Billett lösen. Es berechtigt sie, eine Nacht lang in den dafür bestimmten Zonen anzuschaffen.

Das Ticket beziehen können die Frauen nur, indem sie ihre Bewilligungsnummer eintippen - und diese erhalten sie, wenn sie korrekt angemeldet sind und eine Bewilligung haben. Die Polizei kontrolliert die Prostituierten regelmässig, ob sie ein Ticket gelöst haben. (sda)

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