Durchmesserlinie Zürich

Streit zwischen Bund, SBB und Kanton Zürich: Niemand will die zusätzlichen 36 Millionen berappen

Die Brücken brauchen zusätzliche Verstärkung, nachdem bei statischen Planungen Fehler gemacht wurden. (Archiv)

Die Brücken brauchen zusätzliche Verstärkung, nachdem bei statischen Planungen Fehler gemacht wurden. (Archiv)

Nachdem bei statischen Planungen Fehler gemacht wurden, entstanden bei der Finanzierung der Durchmesserlinie Zürich Mehrkosten in der Höhe von 72 Millionen Franken. Während die Versicherung die Hälfte bezahlt, streiten sich Bund, SBB und der Kanton Zürich, wer die restlichen 36 Millionen übernehmen muss.

Seit Ende 2015 ist die 2 Milliarden Franken teure Eisenbahn-Durchmesserlinie zwischen Zürich-Altstetten, Hauptbahnhof und Zürich-Oerlikon voll in Betrieb. Fernverkehrs- und S-Bahn-Züge sparen mit den neuen Brücken und dem Tunnel viel Zeit.

Wie die „Schweiz am Sonntag“ schreibt, streiten sich allerdings der Kanton Zürich, der Bund und die SBB um die Finanzierung von Mehrkosten in der Höhe von 36 Millionen Franken. Diese wurden im vergangenen Jahr publik und von den SBB mit grösseren Aufwendungen für den Ausbau des Bahnhof Oerlikon und Kosten für die Verstärkung der Brücken begründet.

Diese wurde nötig, nachdem bei statischen Planungen Fehler gemacht wurden. Die Hälfte der Mehrkosten für die Verstärkung bezahlt die Versicherung der Planer.  Die Geldgeber streiten sich nun darüber, wer die 36 Millionen Franken berappen muss. Bis Ende 2015 habe man mit dem Bund und den SBB Verhandlungen auf Direktionsstufe geführt, die „aufgrund unterschiedlicher Auslegungen der Finanzierungspflichten ergebnislos verliefen“, heisst es in einem neuen Bericht des Kantons Zürich, aus welchem die „Schweiz am Sonntag“ zitiert.

Der Kanton ersuchte den Bund deshalb im Mai, den Vollzugsausschuss einzuschalten, in dem der Regierungsrat, der Direktor des Bundesamts für Verkehr und ein SBB-Vertreter aufeinandertreffen. Die Verhandlungen seien noch im Gang, sagt ein Sprecher der Zürcher Volkswirtschaftsdirektion der Zeitung. Man gehe davon aus, dass eine „für alle zufriedenstellende Lösung“ gefunden werde.

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