Bezirk Horgen
Streit um Fussballtore geht bis vor Bundesgericht

Dass die Fussbälle von Schülern nicht immer im Tor landen ist keine Neuigkeit. Die Bewohner eines Einfamilienhauses neben einem Fussballplatz fühlen sich nun aber massiv gestört durch die Bälle, welche anstatt im Goal in ihrem Garten landen.

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Fussballplatz (Symbolbild)

Fussballplatz (Symbolbild)

Keystone

Die Fussballwiese grenzt mit der Torauslinie an das Grundstück dieser Anwohner. Trotz eines fünf Meter hohen Zauns landen offenbar immer wieder Bälle im Garten des Einfamilienhauses. Selbstverständlich holen die Kicker aus der Schule die Bälle selbst aus dem Garten. Die Bewohner gingen mit ihrem Anliegen zum Bezirksgericht Horgen.

Sie forderten, dass die Tore ausserhalb der Schulzeiten auf die Breitseite versetzt und angekettet werden, damit sicher keine Bälle in Richtung des Hauses geflogen kämen. Als Begründung dieser Forderung gaben sie an, dass sie nicht mehr ruhig auf dem Balkon oder im Garten sitzen könnten. Sie hätten Angst vor «Sach- und Personenschäden». Das Gericht wies die Klage zurück.

Die Nachbarn des Fussballplatzes zogen das Urteil weiter und konnten einen Teilerfolg erzielen. Das Zürcher Obergericht entschied, dass die Tore von Freitagabend bis Montagmorgen umgestellt und angekettet werden müssen. Mit dem wollte man sich jedoch seitens der Anwohner nicht zufrieden geben und ging vor Bundesgericht. Aufgrund einer unzureichenden Begründung wies das Bundesgericht den Fall jedoch wieder ans Obergericht zurück.

Bleibt nun das Obergericht bei seinem Urteil, ist die nächste Runde vor dem Bundesgericht in Lausanne wohl nur noch eine Frage der Zeit. In welcher Gemeinde dieser Streitfall aufkam, ist im Übrigen nicht bekannt.

(pas)