Zürich
Streetparade im Sandwich zwischen dem 1.August und der Leichtathletik-EM

Noch nie fand die Street Parade so früh statt: Nur einen Tag nach der 1.-August-Feier und während des Aufbaus der Leichtathletik-EM wird Zürich zum Techno-Mekka. Für die Organisatoren eine besondere Herausforderung in Sachen Infrastruktur.

Senada Haralcic
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Der Aufbau des «House of Switzerland» auf dem Sechseläutenplatz ist bald fertig. Hier soll auch die Street Parade vorbeiziehen.

Der Aufbau des «House of Switzerland» auf dem Sechseläutenplatz ist bald fertig. Hier soll auch die Street Parade vorbeiziehen.

Senada Haralcic

Seit Jahren pilgern Hunderttausende Tanzbegeisterte aus allen Kontinenten an das House- und Technomekka in Zürich – die Street Parade. Aber auch viele Einheimische freuen sich, wenn pünktlich zum Ferienende noch einmal die Post abgeht und gefeiert wird. Die Street Parade hat üblicherweise ihren festen Platz im Veranstaltungskalender: Nämlich jeweils am zweiten August-Wochenende. Dieses Jahr war dies allerdings nicht möglich: «Wir haben den 2. August von der Stadt Zürich zugeteilt bekommen. Da kann man nicht gross mitreden», erklärt Stefan Epli von der Medienstelle der Street Parade. Das Schwierige daran: Die Street Parade findet zwischen der 1.-August-Feier und der Leichtathletik-EM statt: «Das stellt uns vor infrastrukturelle Herausforderungen und zusätzliche Kosten», sagt Epli.

Zum einen fallen Kosten an, weil beim Aufbau und beim Sicherheitspersonal der Feiertag-Tarif gelte, so Epli. Das andere sei das olympische «House of Switzerland», das im Rahmen der Leichtathletik-EM vom 12. bis 17. August auf dem Sechseläutenplatz aufgestellt wird: «Die Aufbauarbeiten des «House of Switzerland» sind schon voll im Gang. Wir werden es natürlich umzäunen müssen und eine besondere Sperrung errichten», so der Mediensprecher. Alles in allem sei es für die Organisatoren ein Mehraufwand, der Kopfzerbrechen bereite: «Natürlich ist es nicht erfreulich, dass sich alles kreuzt. Es nimmt wahnsinnig viel Platz weg. Aus diesem Grund mussten wir auch die Fluchtwege anders planen.» Aber Epli sieht keine Alternative: «Wir müssen uns mit den Auflagen zufriedengeben. Es ist, wie es ist», sagt der Mediensprecher leicht enttäuscht.

Einziger Wermutstropfen – die eingefleischten Raver scheint das vorgezogene Datum wenig zu stören: «Sowohl von Partnern als auch sonst in der Szene sind mir keine Beschwerden bekannt», sagt Epli erleichtert. Trotzdem wisse niemand so recht, wie sich das am Schluss bei den Besucherzahlen niederschlage: «Vielleicht kommen weniger Leute, weil manche noch in den Ferien weilen. Oder aber es kommen mehr, weil am Vortag der 1. August einen freien Tag beschert. Wir wissen es effektiv nicht», erklärt der Mediensprecher. Die Organisatoren rechnen jedoch mit dem gleichen Ansturm wie bisher, was bis zu einer Million Besucher verspricht.

Nächstes Jahr wieder später

Dieses Jahr früher, nächstes Jahr später: Zwecks Umbau der Quaibrücke – dem Knotenpunkt des Grossevents – findet die Street Parade im 2015 erst am 29. August statt. Spätestens bis dahin wollen die Organisatoren auch eine neue Lösung für die Abfallentsorgung anstreben (siehe Infobox).

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