Zürich
Street Parade Zürich: Hauptsache anders

Nicht zu heiss und Sonnenschein: Ein perfekter Sommertag für die Besucher der 22. Zürcher Street Parade. Die Gründe, weshalb die Menschen aus ganz Europa nach Zürich zum Feiern kommen, sind so unterschiedlich wie die Kostüme, die sie tragen.

Thomas Bucher
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David Fritz aus Freiburg bei Breisgau: «Ich will Spass haben, feiern, tanzen und mich in ein Kostüm werfen. Ich mag es einfach, mich zu verkleiden. Ich bin als rosaroter Hase nach Zürich gekommen. Ich finde das lustig. Was hier alles so abgeht: Ich bin wirklich überrascht. Für mich ist es der erste Besuch an der Street Parade in Zürich und ich bin überwältigt von dem grossen Angebot.»
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Tobi Schrade und Madeliene Walter aus Stuttgart: «Wir sind per Bus mit einer Reisegruppe aus Stuttgart hier. Seit Jahren besuchen Freunde von uns die Street Parade, für mich ist es das erste Mal. Meine Freundin hat mich geschminkt, die Perücke habe ich irgendwo erhalten – wo, weiss ich nicht mehr so genau.»
Melanie Müller & Jessica Adam aus St. Gallen: «Nur an Halloween und an der Fasnacht kann man sich neben der Street Parade verkleiden, ohne dass man gleich schräg angeschaut wird. Aus uns hätte eigentlich eine Cat Women werden sollen. In diesem Kostüm können wir Haut zeigen, warm genug dazu ist es ja zum Glück.»
Astrid Posch aus Tirol: «Ich verkleide mich generell gern, und so macht es einfach noch mehr Spass, wenn das Wetter so gut ist. Die Street Parade ist total lässig. Es gibt viel zu sehen, alle sind gut drauf – ein bisschen fröhlicher und heiterer als sonst. Das gefällt mir am besten.»
Lydia Zettel und Sonja Baumgartner aus Trimbach: «Ich gehe auf das Love Mobile, das mein Sohn gebaut hat. Das Motto lautet «Beach Love». Es ist sein achter Wagen, ich bin seit fünf Jahren mit dabei. Auf dem Love Mobile gibt es den Dress Code weiss-hellblau, deshalb bin ich so angezogen. In meinem Wohnort sind wir aktiv an der Fasnacht und Mitglied in einer Clique.»
Doris Jufer & Amanda Steinhauer aus Bern: «Wir fahren au einem Love Mobile mit, für Amanda ist es das erste Mal. Oben auf dem Wagen zu stehen und die Menschenmenge zu sehen und dabei zu tanzen: Dieses Gefühl toppt alles. Uns macht es richtig Spass, sich zu verkleiden, wie an der Fasnacht.»
Christoph Schär und Skrallan Lichtsteiner aus Zürich: «Seit 1999 komme ich an die Street Parade. Das ist meine Fasnacht, denn die Luzerner Fasnacht sagt mir nicht so zu. Ich verkleide mich sehr oft auch sonst während des Jahres. Ausserdem ist es jetzt wärmer als an der Fasnacht, und die Frauen tragen weniger Kleidung. Wir fahren auf einem Wagen, wo Dress Code Rot-Weiss herrscht.»
Nicolas Völlmin aus Basel: «Rumlaufen, Leute kennen lernen, Musik hören, Spass haben, tanzen und eins trinken: Das ist für mich die Street Parade. Unsere Kostüme haben wir spontan im Internet entdeckt. Dieses Jahr bin ich mit einer Gruppe, bestehend aus Baslern und St.Gallern, gekommen und wir haben uns entschieden, alle dieselben Kostüme anzuziehen.»
New Face aus Bern: «Ich fahre jedes Jahr mit Freunden auf einem Wagen an der Parade mit. Dieses Jahr lautet unser Motto «Beautiful People». Wir stammen aus der alten Raver-Generation. Sich zu verkleiden, das haben wir im Blut. Die Street Parade ist nicht mehr so wie früher.»
Beat Fuchs mit seinen Töchtern Jaqueline und Brenda aus Richenthal: «Ich bin mit meinen Töchtern und meinen Lehrlingen hier. Ich gehe seit 18 Jahren an die Street Parade. Meine Töchter waren schon mit dabei, als sie noch kleine Mädchen waren. Später werde ich meine Haare auch noch orange färben. Es ist wie Fasnacht. Die Leute hier sind alle friedlich und locker drauf – das gefällt mir am besten an der Street Parade.»
Lisa Sommella, Sara Venturi und Sara Antonietti aus Lugano: «Wir kommen, weil es eine kostenlose Party ist mit guter Musik zum Tanzen. Wir lieben das Tanzen einfach. Bei uns im Tessin haben kürzlich sechs Clubs geschlossen. Über das Thema unserer Kostüme haben wir spontan entschieden. Normerweise planen wir das längere Zeit im Voraus. Black and White lautet unser Motto der diesjährigen Street Parade.»
Rainer Schmid aus Frankfurt: «Die Musik ist super an der Street Parade. Leider gibt es die Love Parade in Deutschland nicht mehr. Ich dachte mir: Wenn ich schon an die Street Parade gehe, dann nicht mit einem normalen T-Shirt. Da kann man schon mal etwas Besonderes anziehen.»

David Fritz aus Freiburg bei Breisgau: «Ich will Spass haben, feiern, tanzen und mich in ein Kostüm werfen. Ich mag es einfach, mich zu verkleiden. Ich bin als rosaroter Hase nach Zürich gekommen. Ich finde das lustig. Was hier alles so abgeht: Ich bin wirklich überrascht. Für mich ist es der erste Besuch an der Street Parade in Zürich und ich bin überwältigt von dem grossen Angebot.»

Thomas Bucher