Strassenverkehr
In diesen Zürcher Gemeinden drängt der Kantonsrat auf Tempo 30

Mit einer Motion verlangt die kantonsrätliche Ökoallianz vom Regierungsrat, Temporeduktionen voranzutreiben. Betroffen wären mindestens 18 Strassenabschnitte in 15 Zürcher Gemeinden.

Matthias Scharrer
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Tempo 30 kommt dem Kantonsrat zu langsam voran.

Tempo 30 kommt dem Kantonsrat zu langsam voran.

Sandra Ardizzone

Schon 2015 erstellte der Regierungsrat eine Liste mit 20 Strassenabschnitten in Zürcher Gemeinden, auf denen die Voraussetzungen gegeben wären, um Tempo 30 einzuführen. Auslöser war ein Kantonsratsvorstoss aus dem Jahr 2011. Umgesetzt wurden entsprechende Temporeduktionen seither allerdings nur in Kollbrunn und Ossingen, wie Thomas Schweizer (Grüne, Hedingen) am Montag im Kantonsrat monierte. Mit einer Motion forderte er einen Kredit von mindestens fünf Millionen Franken, um die Temporeduktionen auf allen 20 Strecken umzusetzen – und allenfalls auf weiteren, die inzwischen ebenfalls die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllten.

Tempo 30 diene der Sicherheit, dem Lärmschutz und der Standortqualität, hiess es von den Befürwortern der Motion. Und Paris habe mit der flächendeckenden Einführung von Tempo 30 kürzlich vorgemacht, wie es gehen könnte. Mit den Stimmen von SP, Grünen, GLP, AL, der Mitte und Teilen der EVP fand Schweizers Vorstoss eine Mehrheit.

Auch Busse wären betroffen

Dagegen waren der Regierungsrat, die FDP, SVP und einige EVP-Mitglieder. Sie warnten vor Temporeduktionen, die auch Busse beträfen. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) betonte, Temporeduktionen würden bereits jetzt regelmässig geprüft.

Die Regierung muss nun eine Umsetzungsvorlage zu Schweizers Motion erarbeiten. Die fraglichen Streckenabschnitte liegen in den Gemeinden Adliswil, Affoltern am Albis, Bassersdorf, Birmensdorf, Elgg, Embrach, Illnau-Effretikon, Maschwanden, Niederglatt, Opfikon-Glattbrugg, Rickenbach, Rüti, Turbenthal, Wädenswil und Wetzikon.

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