Die Neue Winterthurerstrasse in Dietlikon ist eine Hauptstrasse, auf der täglich rund 19'000 Fahrzeuge verkehren. Sie verbindet Dietlikon mit Wallisellen sowie mit Wangen-Brüttisellen und dem Autobahnanschluss beim Brüttiseller-Kreuz.

Im südlichen Industrie- und Gewerbegebiet sowie entlang der Kantonsstrasse sind zahlreiche publikumsintensive Nutzungen angesiedelt worden, die zusätzlichen Verkehr brachten. Der Ausweichverkehr führt insbesondere in den Spitzenstunden zu Verspätungen der Busse und zu Rückstaus, die teilweise auch die Ausfahrt der Autobahn A1 beim Brüttiseller-Kreuz tangieren.

Der Kanton hat deshalb 2011 zusammen mit den Grundeigentümern, Vertretern der Betriebe, der Nachbargemeinden und der Ortsparteien verschiedene Varianten für ein neues Verkehrsregime verifiziert. Das daraus entwickelte Strassenprojekt sieht vor, den Verkehrsfluss mit zwei Kreisverkehrssystemen zu verflüssigen, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Bus auf bisheriger Gegenverkehrsspur

Dazu wird im östlichen Bereich des Zentrums Dietlikon Süd ein Einbahnregime eingerichtet und die bisherige Gegenverkehrsspur als Busspur und Velostreifen genutzt. Durch die separate Busspur, die ohne Landerwerb realisiert werden kann, könnten die Verlustzeiten beim öffentlichen Verkehr reduziert und Taktverbindungen und Linienverlängerungen ermöglicht werden, heisst es in der Mitteilung.

Im Westteil wird die Industriestrasse im Gegenuhrzeigersinn für den motorisierten Individualverkehr betrieben und so unter Einbezug der Dübendorferstrasse ein Kreisverkehrssystem realisiert. Die drei lichtsignalgesteuerten Kreuzungen an der Neuen Winterthurerstrasse müssen zu diesem Zweck um- beziehungsweise ausgebaut werden und erhalten teilweise andere Abbiegebeziehungen und zusätzliche Abbiegespuren.

16 Einsprachen

Die Gesamtkosten betragen rund 24 Millionen Franken. Die Gemeinde Dietlikon hat 2015 an der Urne einen Beitrag von 8 Millionen Franken an die Kosten für die verkehrstechnischen Massnahmen bewilligt. Der Regierungsrat hat nun gebundene Ausgaben von etwas mehr als 13 Millionen und neue Ausgaben von knapp 3 Millionen Franken gutgeheissen.

Gegen das Projekt waren 16 Einsprachen erhoben worden. Mit sieben Einsprechern konnten einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Die andern Einsprachen wurden vom Regierungsrat mit der Projektfestsetzung teilweise gutgeheissen oder abgewiesen.

Falls gegen den Regierungsbeschluss innerhalb von 30 Tagen kein Rekurs eingelegt wird, soll noch dieses Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Bauzeit beträgt rund 16 Monate.