Winterthur
Strafuntersuchung gegen 19-jährigen Dschihad-Reisenden vorläufig eingestellt

Das Verfahren gegen den 19-jährigen Dschihad-Reisenden wurde sistiert. Die Behörden wissen nicht, wo sich der junge Winterthurer aufhält.

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Diese Moschee in Winterthur soll Christian I. vor seiner Abreise nach Syrien besucht haben.

Diese Moschee in Winterthur soll Christian I. vor seiner Abreise nach Syrien besucht haben.

Keystone

Die Bundesanwaltschaft hat das Verfahren gegen den 19-jährigen Dschihad-Reisenden bereits im März sistiert, wie die "NZZ" publik macht. Die Strafuntersuchung sei eingestellt worden, weil die Behörden nicht wissen, wo sich der junge Mann aufhält oder ob er überhaupt noch lebt.

Anfang 2015 reiste Christian I. von Winterthur über die Türkei nach Syrien und schloss sich der Terrormiliz Islamischer Staat an. Unter anderem posierte er in sozialen Medien mit dem abgeschnittenen Kopf eines hingerichteten Mannes.

Ihm werden Unterstützung beziehungsweise Beteiligung an einer kriminellen Organisation sowie der Verstoss gegen das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen Al-Qaïda und Islamischer Staat vorgeworfen. Desweiteren steht auch der Vorwurf der Beteiligung an Kriegsverbrechen im Raum, weshalb ihm das Schweizer Bürgerrecht entzogen werden soll. Dieses Verfahren ist gemäss "NZZ" weiterhin pendent.