Obergericht
Strafe von Pokerräuber von 12 auf 14 Jahre erhöht

Das Zürcher Obergericht hat die Tat des Volketswiler Pokerräubers auf Geheiss des Bundesgerichts neu beurteilt und die Haftstrafe von 12 auf 14 Jahre erhöht. Es verurteilte ihn neu wegen mehrfachen versuchten Mordes sowie versuchten Raubes, wie es am

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Zwei Türken überfielen im Oktober 2010 in Zürich eine Pokerrunde. (Symbolbild)

Zwei Türken überfielen im Oktober 2010 in Zürich eine Pokerrunde. (Symbolbild)

Keystone

Das Zürcher Obergericht hat die Tat des Volketswiler Pokerräubers auf Geheiss des Bundesgerichts neu beurteilt und die Haftstrafe von 12 auf 14 Jahre erhöht. Es verurteilte ihn neu wegen mehrfachen versuchten Mordes sowie versuchten Raubes, wie es am Donnerstag bekannt gab.

Der Mann hatte im Oktober 2010 zusammen mit einem Komplizen in Zürich eine Pokerrunde überfallen. Die beiden Türken eröffneten das Feuer. Ein Opfer wurde gleich zwei Mal von je einer Kugel der beiden Schützen getroffen, überlebte aber die erheblichen Verletzungen. Die anderen Kartenspieler konnten die Täter überwältigen.

Während sich der mutmassliche Haupttäter in der Haft kurz vor dem ersten Prozess das Leben nahm, musste sich der heute 33-jährige Pizzabäcker in der Folge wegen mehrfachen Mordversuchs vor der Zürcher Justiz verantworten.

Im Oktober 2012 verurteilte ihn das Bezirksgericht Zürich wegen mehrfacher versuchter vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren. Eine Beurteilung, die das Obergericht im Sommer 2013 zunächst bestätigte.

Die Staatsanwaltschaft zog das Urteil jedoch ans Bundesgericht weiter. Die Lausanner Richter wiesen im vergangenen Sommer den Fall ans Obergericht zurück. Sie kamen zum Schluss, dass sich der junge Türke die Tat seines Kompagnons als Mittäter anrechnen lassen muss, wie dies beim gemeinsamen Begehen einer Straftat die Regel ist.

Nun hat das Obergericht die Vorgaben des Bundesgerichts befolgt. Es verurteilte den Volketswiler wegen mehrfachen versuchten Mordes sowie versuchten Raubes zu einer deutlich erhöhten Freiheitsstrafe von 14 Jahren - abzüglich der 1607 Tage, die der Beschuldigte bereits verbüsst hat.