Kommunale Abstimmung

Stimmvolk von Illnau-Effretikon und Kyburg für Zusammenschluss

Dorfeinfahrt zu Kyburg (Gemeinde Buchegg)

Dorfeinfahrt zu Kyburg (Gemeinde Buchegg)

Illnau-Effretikon und Kyburg können sich Anfang 2016 zusammenschliessen. Das Stimmvolk hat am Sonntag grünes Licht für die Eingemeindung von Kyburg gegeben. Der Ja-Stimmenanteil lag in den beiden Gemeinden bei 89 respektive 81 Prozent.

In Illnau-Effretikon sprachen sich 3767 Personen für den Zusammenschlussvertrag aus, 470 Personen lehnten ihn ab. Die Stimmbeteiligung lag bei 43,3 Prozent. In der Gemeinde Kyburg betrug die Stimmbeteiligung 72,8 Prozent. 173 Personen waren für die Eingemeindung, 40 Personen dagegen.

Damit stehe der Eingemeindung von Kyburg in die Stadt Illnau-Effretikon auf Anfang 2016 nichts mehr im Wege, teilten die beiden Gemeinden am Sonntag mit. Regierungsrat und Kantonsrat müssen zwar dem Zusammenschlussvertrag respektive der Eingemeindung noch zustimmen - dies dürfte aber nur noch Formsache sein.

So hat der Kanton Zürich bereits 1,9 Millionen Franken für den Zusammenschluss bewilligt. Mit dem Geld werden der Zusammenschlussprozess finanziert und die 1,5 Millionen Franken Schulden der Gemeinde Kyburg abgebaut.

Drittgrösste Gemeinde

Illnau-Effretikon wird durch die Aufnahme von Kyburg zur flächenmässig drittgrössten Gemeinde hinter Zürich und Winterthur. Bisher war sie die fünftgrösste. Die Fläche der Stadt vergrössert sich um 7,6 auf knapp 33 Quadratkilometer.

Bezüglich Einwohnerzahl bleibt Illnau-Effretikon auf Platz 17 im Kanton. Neu wird die Stadt rund 16'650 Einwohnerinnen und Einwohner haben, etwa 400 mehr als bisher.

Im Gegensatz zu einer Gemeindefusion sind im Fall der Eingemeindung von Kyburg keine Neuwahlen nötig. Kyburg wird in die Strukturen von Illnau-Effretikon integriert, eine Überarbeitung von Gemeindeordnung und Reglementen ist nicht nötig.

Gemäss dem Stadtrat von Illnau-Effretikon erwachsen der Stadt durch den Anschluss von Kyburg "keinerlei finanzielle, strukturelle und organisatorische Nachteile".

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