Zürich
Stimmbevölkerung entscheidet sich: Stadtzürcher Freibäder werden doch nicht gratis

Die Freibäder in der Stadt Zürich werden auch in Zukunft Eintritt kosten. Die Zürcherinnen und Zürcher haben den Gegenvorschlag des Gemeinderats zur «Sportstadt Züri»-Initiative mit 54,2 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.

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Wer einen "Köpfler" machen will, muss auch in Zukunft Eintritt zahlen. Die Zürcherinnen und Zürcher wollen nicht, dass die Freibäder gratis werden.

Wer einen "Köpfler" machen will, muss auch in Zukunft Eintritt zahlen. Die Zürcherinnen und Zürcher wollen nicht, dass die Freibäder gratis werden.

KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA

Für den Gegenvorschlag des Gemeinderates waren 53'388 Stimmberechtigte, dagegen waren 63'180. Die Stimmbeteiligung betrug 51,9 Prozent. Mit diesem Nein bliebt bei den Eintrittspreisen für die Stadtzürcher Bäder alles beim Alten.

PdA wollte auch kostenlose Hallenbäder

Auslöser für diesen nun abgelehnten Gegenvorschlag des Gemeinderates war die Volksinitiative «Sportstadt Züri» der Partei der Arbeit PdA. Diese Initiative verlangte, dass alle städtischen Sport- und Badeanlagen gratis werden.

Dies ging dem Gemeinderat dann aber doch zu weit, weshalb er den Gegenvorschlag mit den Freibädern ausarbeitete. Danach zog die PdA ihre Vorlage zurück, so dass nur der Gegenvorschlag an die Urne kam. Die Zürcherinnen und Zürcher folgten aber offensichtlich Stadtrat und Bürgerlichen, die auch die abgeschwächte Version ablehnten.

Bürgerliche: Nicht jeder im Schwimmbad treibt Sport

Wer in Zürich wohne und eine Kultur-Legi der Caritas besitze, habe ja bereits heute 50 Prozent Rabatt, so ein Argument der Gegner. Zudem seien Geldsorgen nicht der Grund für Bewegungsmangel. Man dürfe einen Schwimmbad-Besuch auch nicht mit Sport gleichsetzen, weil längst nicht jeder zum Schwimmen hingehe.

Stadtrat und Bürgerliche wehrten sich auch dagegen, dass die Stadt auf 15 Millionen Franken Einnahmen verzichten soll. Dies sei in der aktuellen Corona-Pandemie nicht zu verantworten.

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