Die Wohnungssituation in Zürich sei ja bereits für den Mittelstand «angespannt bis schwierig», für Menschen mit kleinem Budget werde sie «zusehends dramatisch», schreibt Domicil. Besondere Sorgen mache sich die Stiftung um Familien, vor allem um Working Poor, die trotz Erwerbstätigkeit an der Armutsgrenze leben.

Dass 120 Wohnungen vermittelt werden konnten sei ein Erfolg. Es sind mehr als in den Vorjahren. 75 der neuen Mietverträge wurden mit Immobilienfirmen oder privaten Vermietern abgeschlossen, 45 mit Baugenossenschaften, Stiftungen oder der städtischen Liegenschaftenverwaltung.

In den vermittelten Wohnungen müssen pro Zimmer im Durchschnitt 456 Franken Miete bezahlt werden. In ihren alten Wohnungen hatten die Mieter im Durchschnitt 661 Franken pro Zimmer zahlen müssen.

Der grosse Trumpf von Domicil im Kampf um bezahlbaren Wohnraum für finanziell schlecht gestellte Familien sei die Solidarhaft. Die Stiftung gewährleistet den Vermietern volle Mietzinssicherheit. Ende 2011 gab es 704 Mietverhältnisse, für die Domicil solidarisch haftet. Pro Vermittlung wurden im Durchschnitt 39 Arbeitsstunden aufgewendet.