Kantonale Abstimmung

Steuergesetz: Zürcher Pro-Komitee gegen «unfaire Steuerhürden für KMU»

Am 10. Juni wird in Zürich über die Änderung des Steuergesetzes abgestimmt. (Symbolbild)

Am 10. Juni wird in Zürich über die Änderung des Steuergesetzes abgestimmt. (Symbolbild)

Die Zürcher Unternehmen seien beim Verkauf von Immobilien steuerlich schlechter gestellt als ausserkantonale: Mit einer Änderung des Steuergesetzes, über die am 10. Juni an der Urne befunden wird, könne dieser Wettbewerbsnachteil abgebaut werden, hält das überparteiliche Pro-Komitee fest.

Unternehmen, die Grundstücke verkaufen, müssen heute im Kanton Zürich Grundstückgewinnsteuern bezahlen. Dies auch dann, wenn sie Verluste ausweisen. Mit dieser Praxis würden jene Betriebe bestraft, die sich über Liegenschaftenverkäufe sanieren und so ihre Existenz sichern wollen, schreibt das Komitee in einer Mitteilung.

Eine geplante Änderung des kantonalen Steuergesetzes sieht nun vor, dass Zürcher Unternehmen inskünftig - wie dies in anderen Kantonen bereits üblich ist - Betriebsverluste mit den Grundstückgewinnsteuern verrechnen können.

So könnten die "unfairen Steuer-Hürden für die Zürcher KMU" abgeschafft werden, heisst es in der Mitteilung des überparteilichen Pro-Komitees, das seine Argumente am Montag auf der Tartanbahn der Zürcher Sportanlage Sihlhölzli präsentierte.

Dank der "neuen gesetzlichen Gleichstellung" könne die bisherige steuerliche Ungleichheit beseitigt werden, sagte Hans Egloff, SVP-Nationalrat und Präsident des Hauseigentümerverbandes Kanton Zürich. Mit der Steuergesetz-Anpassung könnten Wettbewerbsnachteile wett gemacht werden, da die Zürcher Unternehmen gleich lange Spiesse erhielten, sagte auch Regine Sauter, FDP-Nationalrätin und Direktorin der Zürcher Handelskammer.

Die Änderung des Steuergesetzes gelangt am 10. Juni an die Urne. Die AL, die von einem "Steuergeschenk für Immo-Haie" spricht, hat das Referendum ergriffen. Ein Ja empfehlen SVP, FDP und EDU, ein Nein SP, Grüne, GLP, CVP, EVP und AL.

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