Die Gemeindeversammlung in Dürnten besuchten am Donnerstagabend knapp 400 Stimmberechtigte. Die meisten von ihnen waren wegen dem Fall Ernst Suter vor Ort. 

Er wurde Mitte November so etwas wie eine Ikone Dürntens. Wegen seiner Schreib- und Leseschwäche reichte Suter jahrelang keine Steuererklärungen ein und verlor deshalb fast sein ganzes Vermögen ans Steueramt.

Geteilte Meinungen

Einige Bewohner der kleinen Zürcher Oberländer Gemeinde sind von dem Wirbel um ihr Dorf genervt und wollen, dass wieder Ruhe einkehrt. Andere sind fassungslos, dass da etwas schieflief. Das bisherige Entgegenkommen der Behörden genüge nicht. Suter müsse jeden Steuerfranken zurückerhalten, den er zu viel bezahlt habe, schrieb der «Tages-Anzeiger». 

Thomas Fiegl von der Dürntner CVP machte den Antrag, eine Schenkung an Ernst Suter im Umfang von einer Viertelmillion Franken ins Budget aufzunehmen. Problematisch werde dies aber, weil eine Schenkung eine Schenkungssteuer nach sich ziehe. Ausserdem würde es für alle anderen Steuerzahler heissen, zwei, drei Steuerprozente mehr.

Wie hoch sollte die Schenkung also schlussendlich sein?

Es wurde fleissig gevotet. Schlussendlich sprach sich eine klare Mehrheit für eine Viertelmillion aus. Um eine Schenkung definitiv zu erzwingen, braucht es aber noch eine Initiative aus dem Volk.