Kantonsrat
Statt Brief oder Fax: Einwohnerdaten werden künftig zentral gespeichert

Vorbei sind die Zeiten, in denen kantonale Behörden ihre Einwohnerdaten per Telefon, Mail, Fax oder Brief anfragen müssen. Künftig werden alle Daten auf einer zentralen Plattform gesammelt.

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Der Kantonsrat hat die Vorlage mit 107 zu 48 Stimmen angenommen.

Der Kantonsrat hat die Vorlage mit 107 zu 48 Stimmen angenommen.

Keystone

Der Zürcher Kantonsrat erleichtert die Arbeit der Behörden: Die Einwohnerdaten, die bis jetzt lokal bei den Gemeinden gespeichert sind, werden künftig auf einer zentralen Plattform gesammelt. Dies hat der Rat am Montag bei der zweiten Lesung der Vorlage mit 107 zu 48 Stimmen entschieden.

Das Gesetz über das Meldewesen und die Einwohnerregister wird entsprechend geändert. Das Einholen von Einwohnerdaten war für kantonale Behörden bisher eine aufwendige Arbeit: Per Telefon, Mail, Fax oder Brief mussten sie bei den Gemeinden eine Anfrage stellen. 1,8 Millionen Abfragen wurden im Durchschnitt jedes Jahr getätigt.

Das war mühsam und fehleranfällig - aber nicht anders zu handhaben, weil Daten wie der Zivilstand oder Angaben über Betreibungen nur bei den Gemeinden gespeichert waren. Die am Montag beschlossene Einwohnerdaten-Plattform wird die Arbeit der Behörden erheblich erleichtern.