Steuern
Start-ups planen Wegzug aus Zürich wegen horrender Steuerrechnungen

Weil die Steuerrechnungen für Start-ups im Kanton Zürich in die Höhe schnellen, müssen Jungunternehmer wegziehen. Das zeigt das Beispiel von Climeworks. Mit ihren Löhnen könnten sie die horrenden Steuerrechnungen nicht mehr begleichen.

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Jan Wurzbacher, Dominique Kronenburg und Christoph Gebald von Climeworks zusammen mit Jean-Pierre Vuilleumier

Jan Wurzbacher, Dominique Kronenburg und Christoph Gebald von Climeworks zusammen mit Jean-Pierre Vuilleumier

Felix Gerber

Infolge der Steuerpolitik im Kanton Zürich steht ein Wegzug von Start-ups bevor. «Wir können von unserem derzeitigen Lohn die Steuerrechnung für dieses Jahr nicht mehr bezahlen», sagt Jan Wurzbacher, Co-Gründer des ETH-Ablegers Climeworks in der SonntagsZeitung.

Er suche nach einem neuen Standort, möglicherweise im Ausland. Auch die Start-Ups Knip und Movu suchen nach Alternativen ausserhalb des Kantons.

Grund ist eine neue Bemessungsgrundlage bei der Vermögenssteuer, die den Jungunternehmern viel höhere Steuerrechnungen beschert.

Ein im März gefundener Kompromiss mit Übergangsfristen geht dabei nicht weit genug. Mit Besorgnis schaut die ETH Zürich auf die Entwicklung.

«Die Spin-offs tragen nicht nur zu einer prosperierenden Wirtschaft im Kanton Zürich bei, sondern schaffen auch Arbeitsplätze und stärken den weltweiten Ruf der Schweiz als Hightech-Land», sagt ETH-Präsident Lino Guzzella.

Er befürchtet infolge der Steuerpolitik einen Standortnachteil für Zürich, ja gar für die Schweiz.

«Ein Wegzug von Spin-offs in steuergünstigere Kantone oder ins Ausland hätte negative Auswirkungen auf die Innovationskraft», sagt Guzzella.