Zürich
Ständerat: Felix Gutzwiller fürchtet Christoph Blocher nicht

Die Bereitschaft von Alt-Bundesrat Christoph Blocher, für den Ständerat zu kandidieren, belebt den Wahlkampf. Für seinen Sitz im Ständerat sieht Felix Gutzwiller keine Gefahr, er sei zurversichtlich, dass sein Leistungsausweis gut ankomme.

Alfred Borter
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Felix Gutzwiller sieht keine Gefahr für seinen Sitz im Ständerat. (Archiv)

Felix Gutzwiller sieht keine Gefahr für seinen Sitz im Ständerat. (Archiv)

Keystone

Für die beiden amtierenden Zürcher Ständeräte, den bereits nominierten Freisinnigen Felix Gutzwiller und die Grünliberale Verena Diener, bedeutet Blochers Antreten zunächst einmal, dass der Wahlkampf spannend wird.

Blochers Nomination werde sicher den Wahlkampf beleben und die Wahlbeteiligung erhöhen, sagt Gutzwiller. Für sich sehe er keine Gefahr. Ständeratswahlen seien Persönlichkeitswahlen, und da sei er zuversichtlich, dass sein Leistungsausweis bei der Wählerschaft gut ankomme. Allerdings hält Gutzwiller es durchaus für möglich, dass es zu einem zweiten Wahlgang komme.

FDP ohne Tickets und Allianzen

Und wie steht es mit der Wahrscheinlichkeit, dass FDP und SVP gemeinsam in den Wahlkampf ziehen? FDP-Präsident Beat Walti erinnert daran, dass die FDP keine Tickets oder Allianzen eingehe, sondern wie bei den Regierungsratswahlen höchstens eine Wahlempfehlung abgebe.

Ob dafür die politischen Gemeinsamkeiten mit Christoph Blocher ausreichten, sei für ihn persönlich zweifelhaft. Walti führt vor allem die Ablehnung der Bilateralen Verträge durch die SVP an, mit der sie den Wohlstand hierzulande aufs Spiel setze.

Diener rechnet mit zweitem Wahlgang

Mit einem zweiten Wahlgang rechnet auch Verena Diener. Vor vier Jahren hat die Grüne erst im zweiten Wahlgang den Sieg über ihren Gegenkandidaten Ueli Maurer geschafft, wobei ihr sehr zugute kam, dass die SP ihre Kandidatin Chantal Galladé aus dem Rennen genommen hatte.

Die SP ist nach den Worten von Parteipräsident Stefan Feldmann noch unschlüssig, mit wem sie antreten werde. Dass sie antrete, sei hingegen ausgemacht. Auf die Frage, ob es Chantal Galladé sein werde, wich Feldmann aus; für Namen sei es noch zu früh.

Ob die Grünen antreten, ist noch offen, wie Geschäftsführerin Ulla Blume erklärte. Von der CVP ist als Ständeratskandidat bereits Nationalrat Urs Hany nominiert. Die EVP ist mit der früheren Winterthurer Stadträtin Maja Ingold im Gespräch, ob sie sich aufstellen lässt, wie Parteisekretär Peter Reinhard bekannt gibt; sie war soeben als Regierungsratskandidatin im Einsatz, allerdings vergeblich.