Mit Fahnen und Transparenten und durchdringendem Pfeifen aus unzähligen Trillerpfeifen bewegte sich der Protestmarsch unter dem Motto «Zürich steht still» vom Bürkliplatz am See zum Rathaus am Limmatquai. Vertreten waren die verschiedensten Berufssparten des städtischen Personals. Die Demonstrierenden fordern faire Löhne, Weiterbildungen und die Besetzung bereits gesprochener Stellen.

Einzig die Stadtpolizisten hatten kurzfristig ihre ursprünglich vorgesehene Teilnahme abgesagt. Dass der Revolutionäre Aufbau Zürich angekündigt hatte, er werde mit von der Partie sein, war für den städtischen Polizei-Beamten-Verband nicht akzeptabel. Zu Beginn der Kundgebung war von den Mitgliedern des Revolutionären Aufbaus indes nichts zu sehen.

Gewaltsexzesse bei frühreren Demonstrationen

Seit Jahren sorgt die Gruppierung bei grundsätzlich friedlichen Demonstrationen für Gewaltexzesse. Mit ihrer Teilnahme sei nicht mehr gewährleistet, dass es beim Protestmarsch nicht zu Sachbeschädigungen und Ausschreitungen komme, hatte der Polizei- Beamten-Verband mitgeteilt. Dies verunmögliche es den Polizeibeamten, ihr demokratisches Grundrecht wahrzunehmen und mitzumarschieren.

Aufgrund der Kürzungsforderung der Mitte-rechts-Parteien im Stadtparlament hatte der Stadtrat im überarbeiteten Budget 2011 zahlreiche Abstriche in allen Bereichen gemacht. Allein 26 Millionen Franken kürzte er bei den Löhnen des städtischen Personals, zudem sind Reka-Checks und Lunch-Checks für dieses Jahr gestrichen.