Wohnflächenverbrauch
Stadtzürcher leben auf immer weniger Wohnfläche

Nach einem jahrzehntelangen Anstieg ist der Wohnflächenverbrauch pro Kopf in der Stadt Zürich im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen - von 39,2 auf 39 Quadratmeter.

Drucken
Teilen
Wohnungsabnahme in Zürich.

Wohnungsabnahme in Zürich.

Keystone

Die Statistiker führen die Trendwende auf die seit 2008 steigende Bevölkerungszahl im Altwohnungsbestand zurück.

Im Altwohnungsbestand sei die Bewohnerzahl bis 2008 allmählich zurückgegangen, schreibt Statistik Stadt Zürich in einer Mitteilung vom Donnerstag. 2008 beanspruchte eine Person 40,4 Quadratmeter Wohnfläche.

Durch die starke Bevölkerungszunahme seit 2008 folgte auf die Ausdünnung der Bewohner von Altbauten eine Verdichtung: Weil trotz hoher Wohnbautätigkeit die Einwohnerzahl noch stärker wuchs, so die Statistiker, sank die Wohnfläche pro Kopf. Die Verdichtung sei jedoch je nach Eigentumsart der Gebäude unterschiedlich und vor allem bei privaten Mietwohnungen ausgeprägt.

Die erhöhte Belegungsdichte im Wohnungsbestand sei darauf zurückzuführen, dass bei Wohnungswechseln die einziehenden Haushalte tendenziell mehr Personen umfassten als die ausziehenden. 2014 sei die Bewohnerzahl dadurch um durchschnittlich 8,3 Prozent gestiegen.

Ohne Umzüge findet hingegen weiterhin eine Ausdünnung statt: Die Personenzahl in sesshaften Haushalten verkleinerte sich durch Todesfälle und Auszüge einzelner Haushaltsmitglieder insgesamt um 0,5 Prozent.

Als Folge des zusätzlichen Wohnraums, der durch Neubau oder Umbau entstanden ist, wuchs die Bevölkerung 2014 insgesamt um mehr als 6000 Personen. Und dies, obwohl auch 1600 Personen ihre Wohnung verlassen mussten, weil das Gebäude abgebrochen wurde, wie Statistik Stadt Zürich schreibt.