Der Kantonsrat hatte vor zwei Jahren die Gesetzesvorlage zur Spitalfusion verlangt. Das Postulat sei damals "vor dem Hintergrund der in der Öffentlichkeit breit diskutierten Bestrebungen zur Schaffung eines gemeinsamen Herzzentrums" für das Unversitätsspital Zürich und das Stadtspital Triemli überwiesen worden, schreibt der Regierungsrat in seinem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.

Das Vorhaben eines gemeinsamen Herzzentrums konzentriert auf einen Standort sei dann aber fallen gelassen worden, da beide Spitäler den Standort beanspruchten. Befürchtet wurde eine Schwächung der Angebote und damit der Versorgungsleistung und der Marktposition.

Das Ziel der Bündelung der Kräfte der drei öffentlichen Spitäler sei jedoch beibehalten worden, schreibt der Regierungsrat. Die Bestrebungen hätten bisher bei der Herzchirurgie und der Geriatrie zu Verbundlösungen geführt. Diese hätten gezeigt, dass Koordinationen und Kooperationen zwischen dem Universitätsspital und den städtischen Spitälern auf dem Platz Zürich auch ohne Zusammenführung in einer gemeinsamen rechtlichen Trägerschaft möglich seien.

Im März 2015 gründeten das Triemli- und das Universitätsspital die Allianz Herzchirurgie Zürich, um die herzchirurgischen Angebote zu koordinieren. Die Allianz habe zur Steigerung der Fallzahlen und zu einer Stärkung des Standorts Zürich als spitzenmedizinisches Zentrum beigetragen.

Bereits im Januar 2015 gründeten das Universitätsspital und das Stadtspital Waid zusammen mit weiteren Institutionen den Universitären Geriatrie-Verbund Zürich. Dieser ermöglichte laut Regierungsrat die Einrichtung einer universitär eingebundenen Klinik für Akutgeriatrie am Waidspital und die universitäre Assoziierung des städtischen Pflegezentrums Käferberg.