In der Stadt Zürich lebten Ende 2012 mehr als 61'000 Menschen, die älter als 65 Jahre waren. Rund 40'000 davon sind zwischen 65- bis 79-jährig, wie ein Vertreter der Grünen sagte. Diese sollen ihre Erfahrungen und Bedürfnisse besser einbringen können.

Die Grünen sind sich bewusst, dass es schon viele Angebote für ältere Menschen gibt. Aber ihrer Ansicht nach würde es einer Stadt wie Zürich gut anstehen, den alten, älteren und betagten Mitmenschen politisch zu einer tragfähigeren Stimme zu verhelfen.

Seniorinnen und Senioren seien nicht nur Kostenfaktoren, sondern vor allem auch Menschen mit wichtigen Lebenserfahrungen und damit oftmals kompetente Ratgeber, sagte der Sprecher der Grünen.

Der Stadtrat zeigte sich dem Anliegen gegenüber offen. Zwar habe er schon eine Altersstrategie, aber das Postulat biete Gelegenheit, eine umfassendere und departementsübergreifende Mitwirkung zu überprüfen, sagte Claudia Nielsen, Vorsteherin des Gesundheits- und Umweltdepartementes. Die Stadt Zürich stehe auch mit Luzern in Kontakt, wo ein innovatives Seniorenrat-Pilotprojekt laufe.

Das Postulat wurde mit 65 Ja-Stimmen überwiesen (SP, Grüne, AL, CVP, EVP). Nein sagten SVP, FDP, GLP und die Schweizer Demokraten. Die Nein-Sager sahen keinen Bedarf für einen Seniorenrat in Zürich.