Rund 800 neue Schutzhelme mit Atemschutzmasken wollte die Stadtpolizei für ihre Einsatzkräfte beschaffen. Die öffentliche Ausschreibung auf der Internetplattform simap.ch war jedoch erfolglos.

Es sei kein einziges Angebot eingegangen, sagte Marco Cortesi, Sprecher der Zürcher Stadtpolizei, am Mittwoch auf Anfrage. Er bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ). Ende Mai sei deshalb die Ausschreibung abgebrochen worden.

Dass sich kein Hersteller meldete, dürfte laut Cortesi mit den besonderen Anforderungen an den neuen Helm zusammenhängen. Dieser hätte nämlich mit einem integrierten Laserschutz ergänzt werden sollen. Das habe Herstellern offensichtlich Mühe bereitet, ihr Angebot zeitgerecht einzureichen.

Die Einsatzkräfte müssen deshalb bis Ende 2018 noch mit den alten Helmen auskommen. Zunächst will nun die Stadtpolizei mit dem bisherigen Helmhersteller eine Lösung suchen. Dafür braucht es laut Cortesi keine neue Ausschreibung. Weil kein Angebot eingegangen sei, könne gemäss Submissionsrecht der Auftrag freihändig vergeben werden.

Vorgesehen ist, dass Prototypen des neuen Helms hergestellt und in den Städten Zürich und Basel während Einsätzen getestet werden. Laut Cortesi bekundet die Basler Polizei Interesse an einer gemeinsamen Beschaffung.