Hausbesetzung

Stadtzürcher FDP drängt auf Verkauf des Koch-Areals

Seit 2013 ist der überwiegende Teil des Koch-Areals in Zürich Albisrieden besetzt. keystone

Seit 2013 ist der überwiegende Teil des Koch-Areals in Zürich Albisrieden besetzt. keystone

Die Stadt Zürich soll so schnell wie möglich das besetzte Koch-Areal verkaufen. Ein privater Unternehmer soll das Bauprojekt umsetzen. Die FDP der Stadt Zürich hat an ihrer Delegiertenversammlung vom Dienstag eine entsprechende Initiative präsentiert.

Mit ihrer Forderung will die FDP dafür sorgen, dass das Grundstück entwickelt wird und gleichzeitig die Besetzer verschwinden. Die FDP kritisiert, dass die Stadt das Koch-Areal seit 2013 besitzt, aber bislang kein Bauprojekt vorgelegt hat.

Die Stadt hatte das Grundstück für rund 70 Millionen Franken von der UBS erworben mit der Absicht, darauf Wohnungen, Gewerberäume und einen Park entstehen zu lassen.

"Mit einer Überbauung des Koch-Areals seitens der Stadt kann frühestens in sechs bis sieben Jahren gerechnet werden", schreibt die FDP in einer Medienmitteilung. Ein privater Bauherr würde das Projekt nach Ansicht der Partei in kürzerer Zeit umsetzen.

Die Initiative verlangt, dass die Stadt das Grundstück schnellstmöglich an einen privaten Dritten verkauft. Dieser soll die Auflage bekommen, die Überbauung zügig voranzutreiben, Wohn- und Gewerbeflächen zu schaffen sowie einen Park anzulegen, der das Quartier Letzi zwischen Rauti- und Hohlstrasse aufwertet.

Die Initiative wird dem Rechtskonsulenten des Stadtrats zur Vorprüfung vorgelegt.

Stadtrat Richard Wolff (AL) steht als Sicherheitsvorsteher in der Kritik der Bürgerlichen, weil er die Übertretungen der Besetzer des Koch-Areals zu wenig geahndet habe. Seit Anfang Oktober gelten neue Regeln auf dem Koch-Areal bezüglich Veranstaltungen. Seither sind die Klagen aus der Nachbarschaft gemäss Angaben des Zürcher Sicherheitsdepartements verstummt.

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