Budgetiert hatte Stadtwerk Winterthur einen Verlust von 4,6 Millionen Franken. Verschiedene nicht planbare und externe Einflüsse hätten jedoch dazu beigetragen, dass das budgetierte Ergebnisse übertroffen werden konnte, teilte das Werk am Montag mit.

So lagen wegen der Kälte im ersten Halbjahr die Heizgradtage rund 14 Prozent über dem langjährigen Mittel. Es konnte damit deutlich mehr Wärme geliefert werden als budgetiert. Zudem habe Stadtwerk Winterthur auf dem Markt von tieferen Einkaufspreisen für die Energie profitiert.

Auch operativ sei das Geschäftsjahr 2013 sehr erfolgreich verlaufen. Der Anteil des verkauften Stroms aus erneuerbarer Energie stieg auf 62 Prozent und hat sich somit verdoppelt.

Zudem löste Stadtwerk Winterthur die bestehenden Stromlieferverträge auf und beschaffte sich erstmals Strom auf dem freien Markt. Von diesem Aufbau des Know-how hätten die Kunden in Form attraktiver Strompreise profitieren können und Stadtwerk Winterthur habe die meisten Grosskunden halten können.
Contracting-Geschäft vorantreiben

Im laufenden Jahr investiert Stadtwerk Winterthur in den Ausbau verschiedener Geschäftsfelder wie die Energieberatung, das Energie- Contracting und den Bau des Glasfasernetzes. Weil die Nachfrage nach Energie-Contracting-Lösungen nach wie vor gross und der im Jahr 2012 bewilligte Rahmenkredit jedoch fast ausgeschöpft ist, soll den Stimmberechtigten Ende Jahr eine Vorlage unterbreitet werden, die einen weiteren Ausbau dieses Geschäftszweiges ermöglicht.

In Betrieb geht im Laufe des Jahres das Stufenpumpwerk Kemptthal. Mit dieser Anlage werde Winterthur künftig in Notlagen die Hälfte des städtischen Wassertagesbedarfs von der Grundwasserversorgung Vororte und Glattal (GVG) beziehen können, heisst es in der Mitteilung.

Als weiteres wichtiges Geschäft des laufenden Jahres nennt Stadtwerk Winterthur den geplanten Fernwärmestollen durch den Heiligberg. Der Stollen wird das Sulzerareal Stadtmitte ab Ende 2015 mit Fernwärme beliefern.

Ausserdem investiert das städtische Energieunternehmen auch in Zukunft weiter in Beteiligungen an bestehenden Wind- und Wasserkraftanlagen im Ausland. Langfristiges Ziel sei es, die Hälfte des Winterthurer Strombedarfs mit Strom aus eigenen Produktionsanlagen zu decken, schreibt die Stadt. (sda)