Zürich
Stadttunnel Zürich: Bund zweifelt an Mega-Projekt

Das Projekt eines Stadttunnels in Zürich, welcher die A1 und die A3 verbinden soll, steht auf der Kippe. Der Bund will mit einer neuen Studie die Zweckmässigkeit des Mega-Projekts überprüfen.

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Stau auf der Autobahn A1, ein Stadttunnel soll Abhilfe schaffen

Stau auf der Autobahn A1, ein Stadttunnel soll Abhilfe schaffen

Das Projekt eines Stadttunnels in Zürich, welcher die A1 und die A3 verbinden soll, steht auf der Kippe.

Wie die „Schweiz am Sonntag“ berichtet, will der Bund mit einer neuen Studie die Zweckmässigkeit des Vorhabens, zu dem auch ein Tunnel unter dem Adlisberg gehört, überprüfen.

Die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung hätten mit der neuen Westumfahrung bereits zu einer Umfahrungslösung der Nationalstrassen im Raum Zürich geführt, sagt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach der Zeitung.

Wie weit die Verbindung durch die Stadt überhaupt noch nötig und möglich sei, solle nun die Studie aufzeigen.

Die 2009 eröffnete Westumfahrung hat bereits zu einer Reduktion des Durchgangverkehrs in der Stadt Zürich geführt. Während 2004 noch 67‘000 Autos täglich durch die Stadt fuhren, werden heute auf der Durchgangsachse noch etwa 56‘000 Autos gezählt, schreibt die Zeitung.

Der Anteil der Autofahrer, welche von der A1 auf die A3 fahren und umgekehrt, beträgt dabei nur sechs Prozent. Dementsprechend gelassen reagiert der Kanton Zürich auf die Zweifel des Bundes an seinem Autobahn-Projekt.

Der Kanton Zürich begrüsse das Vorgehen des Bundes, sagt Markus Gerber, Sprecher der Volkswirtschaftsdirektion dem Blatt.

Mit einem Richtplaneintrag werde der Raum für ein eventuell späteres Projekt gesichert. In der Region Zürich gebe es inzwischen zahlreiche solche Einträge. Es könne auch sein, dass ein solcher Eintrag später wieder gelöscht werde.