Gesundheitswesen
Stadtspital Waid hat die höchsten Fallkosten im Kanton Zürich

Das Zürcher Stadtspital Waid hat die höchsten Fallkosten im Kanton Zürich, die Klinik Adus Medica in Dielsdorf die tiefsten. Dies geht aus dem neuesten Fallkostenvergleich hervor.

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Mit 11'587 Franken weist das Zürcher Stadtspital Waid die höchsten schweregradbereinigten Fallkosten im Kanton auf. (Symbolbild)

Mit 11'587 Franken weist das Zürcher Stadtspital Waid die höchsten schweregradbereinigten Fallkosten im Kanton auf. (Symbolbild)

KEYSTONE

Der Fallkostenvergleich für das Jahr 2016 umfasst 19 Akutspitäler im Kanton Zürich, die je mindestens 200 Patienten akutsomatisch behandelt haben.

Die Fallkosten seien gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 1,2 Prozent leicht angestiegen, teilte die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich am Dienstag mit.

Die Kosten der stationären Behandlungen hätten sich dabei unterschiedlich entwickelt und divergierten stärker: Einige Listenspitäler verzeichneten gegenüber dem Vorjahr sinkende oder gleich hohe Fallkosten, bei anderen Spitälern stiegen sie an.

Die Gesundheitsdirektion ruft diese Spitäler auf, ihre Kostenentwicklungen im Auge zu behalten und gegebenenfalls kostensenkende Massnahmen zu ergreifen. "Andernfalls zahlt der Spitaleigentümer den Ausfall - das kann teuer werden."

Stadtspitäler mit höchsten Fallkosten

Die höchsten schweregradbereinigten Fallkosten weist das Zürcher Stadtspital Waid mit 11'587 Franken auf. Etwas tiefer sind sie im zweiten Stadtspital, dem Triemli: Dort liegen sie bei 11'402 Franken.

Die tiefsten Fallkosten verzeichnet die kleinere spezialisierte Klinik Adus Medica in Dielsdorf mit 8744 Franken, gefolgt vom Spital Limmattal mit 9110 Franken.

Tiefe Fallkosten im Interesse des Kantons

Die Fallkosten beeinflussen über die Tarife die Kantonsausgaben: Heute zahlt der Kanton 55 Prozent an jede stationäre Spitalbehandlung. Das waren im Jahr 2016 rund 1,5 Milliarden Franken.

Deshalb liegen tiefe Fallkosten - bei guter Qualität der Behandlung - nicht nur im Interesse der Spitaleigentümer, sondern auch in demjenigen des Kantons, wie es weiter heisst. "Dem wird der Kanton mit Blick auf die zukünftigen Entwicklungen Rechnung tragen."

National auf "angemessener Höhe"

19 Kantone haben zudem die Kostendaten ihrer Listenspitäler - insgesamt 115 - ausgetauscht, damit die kantonalen Fallkosten in einen nationalen Kontext gebracht werden können. Dank einer einheitlichen Plausibilisierung und Methodik ist ein Vergleich der Kosten auf nationaler Ebene möglich.

Dabei zeigt sich, dass die geltende Fallpreispauschale für Zürcher Spitäler mit Notfallstationen - sie beträgt 9650 Franken - auch unter Berücksichtigung der Fallkosten der Schweizer Spitäler "unverändert auf einer angemessenen Höhe liegt".

Der Kanton Zürich veröffentlicht jedes Jahr einen Vergleich der schweregradbereinigten Fallkosten für stationäre Spitalbehandlungen. Der Vergleich gibt unter anderem Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit der Zürcher Spitäler und setzt die vereinbarten Spitaltarife in einen nachvollziehbaren Kontext.