Arbeitskonflikt VBZ

Stadtrat Zürich: Erst über GAV verhandeln, dann über Pausenzeiten

VBZ-Personal ohne Gesamtarbeitsvertrag (Archiv)

VBZ-Personal ohne Gesamtarbeitsvertrag (Archiv)

Der Zürcher Stadtrat will, dass die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) mit den Gewerkschaften zunächst einen Rahmen- Gesamtarbeitsvertrag aushandeln, der mit dem städtischen Personalrecht vereinbar ist.

Pausen- und Erholungszeiten sowie Zeitgutschriften sollen geregelt werden, sobald eine Zielvereinbarung mit dem Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) vorliegt.

Er begrüsse es, dass die drei Gewerkschaften Syna, transfair und vpod Gespräche mit den VBZ über einen Rahmen-GAV führten, schreibt der Stadtrat in seiner Mitteilung vom Mittwoch. vpod-Vertreter hätten Stadtrat Andres Türler signalisiert, dass sie der Einladung für eine erste GAV-Sitzung folgen würden.

Der vpod war am 9. Mai aus den seit letztem Sommer laufenden Mediationsverhandlungen von VBZ und Gewerkschaften ausgestiegen, weil er keine Fortschritte sah. Er verlangte klare Zugeständnisse, drohte mit Arbeitskampfmassnahmen und führte letzte Woche eine Tramdepot-Blockade durch.

An der Haltung des Gesamtstadtrates zum Ultimatum des vpod habe sich nichts geändert, heisst es in der Mitteilung vom Mittwoch.

VBZ-Personal nicht besser stellen

Durch das Nebeneinander von Rahmen-Gesamtarbeitsvertrag und Personalrecht dürfe das Fahrpersonal der VBZ nicht besser gestellt sein als die übrigen Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, hält der Stadtrat fest. Und die VBZ dürften keinen Wettbewerbsnachteil erfahren.

Über den Rahmen-GAV hinaus brauche es kantonsweit geltende Rahmen- Vereinbarungen oder Spielregeln für den Wettbewerb, schreibt der Stadtrat.

Das Thema Produktivität - und damit verbunden die täglichen Pausen- und Erholungszeiten sowie die Zeitgutschriften für das VBZ- Fahrpersonal - soll gemäss Stadtrat ausgeklammert bleiben, bis die ZVV-Zielvereinbarung vorliegt. Diese Vereinbarung stecke dann den finanziellen Rahmen der VBZ ab und schütze sie vor der weiteren Ausschreibung von Buslinien.

Der Stadtrat wolle die VBZ als finanziell gesundes Unternehmen erhalten und die Arbeitsplätze langfristig sichern. Basis dafür solle ein Rahmen-GAV sein, der die wichtigsten Eckwerte für das Arbeitsverhältnis zwischen den Transportunternehmen im Kanton Zürich und dem Fahrpersonal des öffentlichen Verkehrs festlegt.

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