Zürich

Stadtrat Wolff will keine Kindervelos auf dem Trottoir

Die Velounfälle nahmen gemäss Angaben der Stadt in den vergangenen Jahren überproportional zu. (Symbolbild)

Die Velounfälle nahmen gemäss Angaben der Stadt in den vergangenen Jahren überproportional zu. (Symbolbild)

Der Bundesrat will Kindern bis zwölf Jahren das Velofahren auf dem Trottoir erlauben, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Diese Idee hält Stadtrat Richard Wolff (AL) für verkehrt. Das schaffe nur neue Konflikte mit den Fussgängern.

Velofahrer und Fussgänger zu mischen, sei keine gute Idee, sagte Wolff am Donnerstag. Viele Fussgängerinnen und Fussgänger würden sich heute schon gefährdet fühlen und sich deswegen bei der Stadt beschweren. Wenn Kinder nun das Trottoir zum Fahren nutzen dürften, würde das nur neue Konflikte schaffen, sagte Wolff.

Velounfälle nehmen überproportional zu

Noch gefährdeter als Fussgänger sind jedoch nach wie vor die Velofahrerinnen und Velofahrer. Im Jahr 2018 waren fast die Hälfte (42 Prozent) der schwer verletzten Verkehrsteilnehmer mit dem Velo unterwegs. Die Velounfälle nahmen gemäss Angaben der Stadt in den vergangenen Jahren überproportional zu.

Für 2020 erhielt die Stadt zehn zusätzliche Stellen für die Förderung des Veloverkehrs. Ein Teil davon ist für das so genannte «Express Team» vorgesehen. Dieses Team radelt seit 2015 quer durch die Stadt und spürt die Schwachstellen im Velonetz auf, die dann so rasch wie möglich behoben werden.

Wolff betonte vor den Medien, dass es bei der Stadt einen Paradigmenwechsel gegeben habe. Velomassnahmen würden heute nicht nur im Zuge anderer Bauprojekte umgesetzt, sondern auch unabhängig davon. «Wir wollen dafür sorgen, dass es schneller vorwärtsgeht.» Bisher waren die Velofahrerinnen und Velofahrer noch nicht wirklich zufrieden. «Es war zu wenig, das merken wir an den Rückmeldungen.»

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