Der Stadtrat hatte bereits vor einem Jahr beim Gemeinderat die Gründung einer Stiftung für kostengünstige Wohnungen beantragt. Die neue Stiftung verfolgt nun die gleichen Ziele, doch gibt es drei Hauptunterschiede zur damaligen Vorlage, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst.

Die ökologische Ausrichtung wird verstärkt, es soll nicht nur günstiger und ökologischer Wohn-, sondern auch Gewerberaum entstehen und das Stiftungskapital beträgt 80 statt 75 Millionen Franken.

Die «Stiftung für bezahlbare und ökologische Wohnungen» soll ihre Ziele dadurch erreichen, dass sie selber Land oder Liegenschaften erwirbt und diese bebaut, bewirtschaftet und vermietet.

Aufgaben sind bereits verteilt

Der Gemeinderat hatte vom Stadtrat einen Gegenvorschlag zur Initiative der Grünen verlangt. Die Ziele der Initiative sollen mit einer neuen Stiftung erreicht werden, die Bauland sowie Wohn- und Gewerbeliegenschaften erwirbt und unter dem Selbstkostenpreis an gemeinnützige Wohnbauträger abgibt. Vorgesehen ist wie bei der Umsetzungsvorlage ein Stiftungskapital von 80 Millionen Franken.

Der Stadtrat lehnt eine solche «Stiftung für die Bereitstellung von Grundstücken für bezahlbare und ökologische Wohnungen» jedoch ab. Nach seiner Ansicht würde sie Aufgaben übernehmen, die die Stadt schon seit vielen Jahren selber erfüllt.

Nun muss der Gemeinderat über Umsetzungsvorlage und Gegenvorschlag entscheiden. Das letzte Wort hat aber wegen der Höhe des Stiftungskapitals in jedem Fall das Stadtzürcher Stimmvolk. Spätester Abstimmungstermin ist laut Mitteilung der 3. März 2013.

Beratungsstelle für kaufwillige Mieter

Weiter will der Stadtrat die Abschreibungsbeiträge an die Stiftung zur Erhaltung von preisgünstigen Wohn- und Gewerberäumen (PWG) erhöhen und die Richtlinien zu den Baurechten so anpassen, dass sich ökologisch begründete Mehrkosten nicht mehr negativ auf den Landpreis auswirken.

Der Stadtrat unterstützt zudem eine Beratungsstelle für kaufwillige Mieterinnen und Mieter. Für den dreijährigen Pilotbetrieb ist ein jährlich maximaler Beitrag in der Höhe von 150'000 Franken vorgesehen. Der Start Beratungsstelle bei der PWG ist auf Juli 2012 geplant.