Die Stadt Zürich habe ein Interesse daran, dass die ZSC Lions langfristig den sportlichen Erfolg sowohl im Spitzensport als auch in der Nachwuchsausbildung erhalten könnten, schreibt die Stadt in einer Mitteilung vom Mittwoch. Mit einer eigenen Arena könne dazu eine wichtige Voraussetzung geschaffen werden. Deshalb wolle der Stadtrat die private Initiative der ZSC Lions unterstützen.

Konkret will er dem Playoff-Finalisten der letzten Saison das städtische Grundstück in Altstetten im Baurecht für die Dauer von 65 Jahren und einem anfänglichen Baurechtszins von 325'000 Franken pro Jahr überlassen. Zusätzlich soll der ZSC Lions Arena Immobilien AG ein Darlehen von 120 Millionen Franken gewährt werden, das innerhalb von 65 Jahren zurückbezahlt werden muss.

Die Grüne Partei Stadt Zürich hat bereits ihren Ärger über den Finanzzuschuss kundgetan. Speziell für den ZSC hätte man vor 12 Jahren schon das Hallenstadion umgebaut. Ausserdem gäbe es auch ökologische Bedenken, da die Stadt mit einem Stadion weiteren Grünraum verlieren würde.

Peter Zahner

Peter Zahner

Nach der Inbetriebnahme der Arena voraussichtlich 2022 will der Stadtrat bis längstens 2084 einen jährlichen Betriebsbeitrag von 2 Millionen Franken an die ZSC Lions Arena Immobilien AG leisten. Im Gegenzug erhält die Stadt die Möglichkeit, die Trainingshalle in der Arena während maximal 10 Tagen pro Jahr für sportliche oder andere nicht kommerzielle Zwecke zu nutzen.

Zudem hat der Stadtrat einen Objektkredit von maximal 2,8 Millionen Franken für die Altlastensanierung auf dem Grundstück in Altstetten sowie einen Objektkredit von 1,9 Millionen Franken für allfällige von der Stadt zu tragende Erschliessungsmassnahmen beschlossen. Über die Beteiligungen der Stadt muss nun zunächst der Gemeinderat entscheiden. Anschliessend hat das Volk das letzte Wort.

Die zukünftige Eishockey- und Sportarena soll eine Sportstätte von nationaler Bedeutung werden. Neben der Haupthalle mit 11'600 Plätzen sind eine Trainingshalle sowie Restaurants und Büroflächen geplant. Die Investitionskosten betragen gesamthaft 169 Millionen Franken. Private Investoren beteiligen sich mit 36 Millionen Franken. Davon sind 6 Millionen als Betriebsmittel vorgesehen. Bund, Kanton und Dritte leisten Investitionsbeiträge in Höhe von 19 Millionen Franken.