Notfallplanung
Stadtrat plant in Zürich-Nord neue Wache für Feuerwehr und Rettung

Damit es auch in Zukunft im Notfall schnell geht, soll in Zürich-Nord eine neue Wache für Feuerwehr und Rettungsdienst gebaut werden.

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Stadtrat plant in Zürich-Nord neue Wache für Feuerwehr und Rettung. (Symbolbild)

Stadtrat plant in Zürich-Nord neue Wache für Feuerwehr und Rettung. (Symbolbild)

Keystone

Zudem soll die gesamte Logistik von Schutz & Rettung zentralisiert werden. Für die Projektierungsarbeiten sind insgesamt 5,6 Millionen Franken erforderlich.

Die kantonale Gebäudeversicherung und der Interverband für Rettungswesen schreiben vor, dass die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Notfall spätestens zehn Minuten nach der Alarmierung vor Ort sein müssen.

Dies sei künftig nicht mehr gewährleistet, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Am Stadtrand wachse die Bevölkerung derzeit stark. Nur der Bau zusätzlicher Wachen werde Zürichs Notfallgrundversorgung auch in Zukunft sichern.

Zu den bestehenden Wachen Süd, Zentrum und Flughafen sollen deshalb im Norden, Westen und Osten drei neue entstehen, die alle mit Einheiten der Berufsfeuerwehr und des Rettungsdienstes besetzt sein sollen.

Weniger Standorte für Einsatzlogistik

In einem ersten Schritt soll nun in Zürich-Nord auf einem Grundstück des Elektrizitätwerks der Stadt Zürich (ewz) in der Industriezone ohne Wohnanteil die erste neue Wache entstehen.

In dieser wird zudem die Zentrale Einsatzlogistik (ZEL) untergebracht. Sie betreut Spezialfahrzeuge, organisiert das gesamte Material für Feuerwehr und Rettungsdienst und wickelt die Verteilung ab.

Die heute auf mehrere Betriebe verteilte Logisik wird damit zentralisiert. So könnten Synergien im technischen Bereich genutzt und Arbeitsabläufe optimiert werden, schreibt der Stadtrat.

Gleichzeitig könnten eine Vielzahl von kleineren, weit verteilten Standorten und Depots aufgegeben und damit Fremdmieten abgebaut werden.

Hohe Projektierungskosten

Für die Wache Nord ist ein Projektierungskredit von insgesamt 5,6 Millionen Franken nötig. Eine erste Tranche von 600'000 Franken für einen Projektwettbewerb hat der Stadtrat in eigener Kompetenz bereits bewilligt.

Die restlichen 5 Millionen Franken für die weitere Ausarbeitung des Bauprojektes mit Kostenvoranschlag muss der Gemeinderat bewilligen.

Das Resultat des Wettbewerbs erwartet der Stadtrat bis Mitte 2017. Stimmt der Gemeinderat anschliessend auch dem Objektkredit zu, kommt die Vorlage gegen Ende 2020 vor das Volk. Die Inbetriebnahme der Wache Nord ist auf Ende 2024 vorgesehen.