Zürich
Stadtrat Odermatt verteidigt 100-Millionen-Pojekt beim Kongresshaus

Nach langem Hin und Her hat die Stadt Zürich den neuen Standort für ein Kongresshaus gefunden. Es ist der alte. Stadt einem Neubau tut es eine Renovation für 100 Millionen Franken. Für Hochbauvorstand André Odermatt ist es die bestmögliche Lösung.

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Der Zürcher Stadtrat André Odermatt verteidigt Renovation des besetehenden Kongresshauses

Der Zürcher Stadtrat André Odermatt verteidigt Renovation des besetehenden Kongresshauses

Keystone

Es wurden Projekte am Carparkplatz beim Hauptbahnhof, auf dem Georld-Areal und im Tiefenbrunnen gewälzt. Sie führten alle nicht zu einem neuen Kongresshaus in Zürich. Ein Neubau am heutigen Standort am See scheiterte 2008 klar an der Urne.

Nun reicht eine Renovation des bestehenden Standorts. Das hat die Stadt bereits im Frühsommer entschieden. Hochbau-Vorstand André Odermatt findet den Entscheid noch immer richtig. «Wir bieten eine Lösung, die im Idealfall Ende 2017 steht», sagt Odermatt in Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung NZZ». Die Stadt Zürich werde ein ein Kongresshaus mit «modernster Infrastruktur am besten Standort der Stadt erhalten», so Odermatt weiter.

Im Fokus stehen sollen in Zukunft mittelgrosse Kongresse mit 1500 bis 2500 Teilnehmern. Um dafür Raum zu schaffen, soll sich das Kongress nach erfolgter Renovation neu ausrichten. «Viele Veranstaltungen, die dort heute durchgeführt werden, können auch an einem anderen Ort stattfinden», meint Odermatt.

Dass für diese Kehrtwende Kritik von Seiten der Wirtschaft gibt, kann der Hochbauvorsteher «ein Stück weit» verstehen. «Da ist auch etwas Abschiedsschmerz mit im Spiel, welch die Stadt Zürich einmal hatte», sagt Odermatt der «NZZ»

Sollten Private ein neues Kongresszentrum in Zürich oder Umgebung in Angriff nehmen, wird die Stadt sich dagegen nicht sperren. Klar ist für Odermatt aber: Die öffentliche Hand wird dabei keine wesentlichen Kosten übernehmen, «denn da würden wir unser ‹eigenes› Haus konkurrenzieren».