Zürich

Stadtrat lässt Demonstranten am 1. Mai nicht über Paradeplatz marschieren

Das 1.-Mai-Komitee und der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) sind mit mit der vom Stadtrat bewilligten Umzugsroute «nur bedingt zufrieden». Sie kritisieren, dass die Route am Tag der Arbeit einmal mehr nicht über den Paradeplatz verläuft.

Als erfreulich bezeichnen die Organisatoren des 1.-Mai-Umzuges, dass die Schlusskundgebung auf dem Sechseläutenplatz stattfindet, teilen sie am Donnerstag mit.

Diese fand in den letzten Jahren jeweils auf dem Bürkliplatz statt. Die dortige Situation wäre aber auf Dauer unbefriedigend gewesen, sagte Luca Maggi, Sprecher des 1.-Mai-Komitees, auf Anfrage.

Paradeplatz nicht bewilligt

Die diesjährige Umzugsroute verläuft von der Lagerstrasse via Löwenplatz, Bahnhofstrasse, Uraniastrasse und Limmatquai zum Sechseläutenplatz. Die Organisatoren hatten dagegen eine Routenführung via Paradeplatz verlangt.

Dass der Stadtrat dies nicht bewilligt hat, nehmen Komitee und Gewerkschaftsbund "mit Befremden und Unverständnis" zur Kenntnis. Die Stadtregierung habe "mutlos und politisch fragwürdig" gehandelt.

Seinen Entscheid habe der Stadtrat mit der Baustelle im unteren Teil der Bahnhofstrasse begründet, heisst es in der Mitteilung.

Dieses Argument sei jedoch fadenscheinig. Der Sechseläutenumzug drei Tage zuvor könne offenbar problemlos die ganze Bahnhofstrasse entlang geführt werden, meint das Komitee.

Der diesjährige Umzug steht unter dem Motto "Stürmen wir die Festung Europa". Wie üblich findet im Anschluss an den Umzug sowie am Wochenende des 3. und 4. Mai das 1.-Mai-Fest auf dem Kasernenareal im Kreis 4 statt.

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