Zürich

Stadtpräsidentin Corine Mauch hat ihren US-Pass zurückgegeben

Corine Mauch hat US-Pass abgegeben.

Corine Mauch hat US-Pass abgegeben.

Zürichs Stadtpräsidentin Corine Mauch nur noch Schweizerin. Die SP-Politikerin hat ihren amerikanischen Pass abgegeben. Sie sei in der Schweiz und in Zürich zuhause, begründet sie die Rückgabe.

Stadtzürcherin ist Corine Mauch erst seit 1999. Damals, als sie ins Parlament gewählt wurde, hat die Aargauerin auch das Zürcher Bürgerrecht erworben.

Neben dem Schweizer Pass besass Mauch auch amerikanische Staatsbürgerin. Das rührte daher, dass Mauch am 28. Mai 1960 in Iowa City im gleichnamigen US-Bundesstaat geboren. Sie wurde automatisch schweizerisch-amerikanische Doppelbürgerin und musste deswegen bei der US-Steuerbehörde jährlich eine Steuererklärung einreichen. Davon ist sie nun entbunden, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Mauch hat ihren US-Pass nämlich vor kurzem abgegeben.

Seit bald 30 Jahren in Zürich

«Bei den letzten Präsidentschaftswahlen in Amerika habe ich mir die Frage gestellt, wo ich daheim bin. Und die Antwort ist klar: in Zürich und in der Schweiz», begründet sie den Schritt.

Mauch, die seit bald 30 Jahren in Zürich wohnt, fühlt sich mit den USA nicht mehr sehr verbunden, sie hat an den letzten US-Präsidentschaftswahl im vergangenen November auch nicht mehr teilgenommen.

Nicht wegen Steuern

Bei ihrem Entscheid, auf die US-Staatsbürgerschaft zu verzichten, hätten die Doppelbesteuerung oder allenfalls verschärfte Richtlinien zur Besteuerung von US-Bürgerinnen und -Bürgern ausserhalb der USA nicht den Ausschlag gegeben, sagt sie dem «Tages-Anzeiger». «Aber ich werde die US-amerikanische Steuerbürokratie auch nicht vermissen.» Sie musste den USA jährlich «circa nochmals halb so viel» Steuern wie in der Schweiz bezahlen.

Corine Mauch ist jetzt noch Bürgerin von Teufenthal im aargauischen Wynental sowie von der Stadt Zürich. (rsn)

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