Wer einen plötzlichen Kreislaufstillstand erleidet, ist darauf angewiesen, dass ihm jemand schnell Erste Hilfe leistet. Seit Stadtpolizisten in ihrer Ausbildung Wiederbelebungsmassnahmen lernen, haben sich die Überlebenschancen bei Kreislaufstillstand stark erhöht, wie aus einer Mitteilung des Universitätsspitals vom Mittwoch hervorgeht.

In den letzten rund sieben Jahren wurden 1000 Stadtpolizistinnen und -polizisten durch Schutz&Rettung in Erster Hilfe ausgebildet. Denn im Fall einer Alarmierung sind meist Polizisten als erste vor Ort. Eine Studie des Universitätsspitals belegt nun, dass Polizisten als Ersthelfer die Überlebenschance der Patienten erhöhen.

Die Autoren der Studie haben Einsatzdaten von 2004 bis 2009 - direkt vor der Einführung der neuen Ausbildung - und von 2010 bis 2015 ausgewertet und verglichen.

Im Durchschnitt erhält ein Patient seit 2010 drei Minuten früher Wiederbelebungsmassnahmen, und bei Kammerflimmern erfolgt der Einsatz eines Defibrillators sechs Minuten früher. 80 Prozent mehr Patienten bekommen wieder einen Kreislauf und 70 Prozent mehr erreichen das Spital lebend.