Night-Police
Stadtpolizei Zürich stoppt Projekt einer Sondereinheit für die Nacht

Die Stadtpolizei Zürich muss ihre Pläne für eine Sondereinheit, die in der Nacht Präsenz zeigt, begraben. Sparmassnahmen und fehlende Ressourcen machen dem Projekt einen Strich durch die Rechnung.

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Die Stadtpolizei Zürich im Einsatz (Symbolbild)

Die Stadtpolizei Zürich im Einsatz (Symbolbild)

Keystone

Die Pläne der Stadtpolizei Zürich für eine Sondereinheit, die den Auswüchsen der 24-Stunden-Gesellschaft entgegentritt, werden begraben. «Das Projekt wurde gestoppt», sagte die Stadtpolizei-Sprecherin Judith Hödl der «NZZ am Sonntag».

Hödl begründet den Entscheid mit fehlenden Ressourcen. Für eine Umsetzung hätte die Einheit mit 30 Stellen dotiert werden müssen; aufgrund der Sparmassnahmen der Stadt Zürich war das Vorhaben der ursprünglich als Night-Police bezeichneten Gruppe bereits im vergangenen Jahr redimensioniert, etappiert und umbenannt worden.

Als der Zürcher Gemeinderat im Dezember 2013 den Kredit für die erste Tranche von acht zusätzlichen Stellen verweigerte, war der Polizeikommandant Daniel Blumer noch davon ausgegangen, mit internen Umstrukturierungen das Projekt Nacht-Präsenz retten und im April 2014 mit einem Versuchsbetrieb starten zu können.

Diese Absicht musste Blumer nun fallenlassen, wie Hödl ausführt: «Eine Umsetzung wie ursprünglich geplant, ist aufgrund der Sparmassnahmen ohne Abstriche an anderen Orten nicht möglich.» (nch)