Dadurch steigt vom Seiten der Bevölkerung die Motivation, Türen, Fenster oder Dächer besser zu sichern.

Seit Jahrzehnten gibt die Stadtpolizei Zürich in kostenlosen Beratungsgesprächen Tipps, wie man sich besser vor Einbrechern schützen kann. Am Schluss eines Gesprächs hielten die Ratsuchenden bis vor einiger Zeit meist einen Stapel Broschüren mit allgemeinen Hinweisen in den Händen.

Dank einem neuen Programm können die Beraterinnen und Berater, gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden, auf einem Tablet vor Ort einen passenden Sicherheitsplan zusammenstellen. Der Kundenkreis besteht aus Einbruchsopfern, Hausbesitzern sowie Architekten.

Die Beratenden sehen sich zusammen mit der Kundschaft die neuralgischen Stellen im Haushalt an und fotografieren diese, worauf die App einen Plan erarbeitet, welcher exakt auf die jeweiligen Sicherheitsrisiken abgestimmt ist. Diesen Plan erhält der Interessierte darauf direkt per Mail.

Dieses Vorgehen motiviere die Ratsuchenden deutlich stärker, Massnahmen zu ergreifen, hiess es an einer Medienkonferenz am Montag in Zürich.

Grosses Interesse an App

Entwickelt wurde die App während rund dreier Jahre von der Stadtpolizei Zürich in Zusammenarbeit mit dem Institut für Informatik der Universität Zürich.

Im Einsatz stehen momentan fünf Tablets: je zwei bei der Stadtpolizei Zürich und der Kantonspolizei Zürich und eines im Kanton Graubünden. Aufgrund des wachsenden Interesses von anderen Polizeikorps - auch aus dem Ausland - wurde das Projekt nun ins Programm "Harmonisierung Polizeiinformatik Schweiz" (HPI) aufgenommen.