Zürich

Stadtpolizei setzt im Falle einer Terrorwarnung auf Smartphones

Bei Terrorwarnung setzt die Polizei auf Smartphones. (Symbolbild).

Bei Terrorwarnung setzt die Polizei auf Smartphones. (Symbolbild).

Bei Gefahr eines Amoklaufs oder Terroranschlags muss die Bevölkerung so schnell wie möglich gewarnt werden. Polizisten setzen immer mehr auf die Vorteile der modernen Technik; so werden Warnmeldungen über digitale Informationssysteme auf das Smartphone geschickt.

Sie sollten in Ihren Wohnungen bleiben und öffentliche Plätze meiden: Am Freitagabend warnten die Münchner Behörden die Bevölkerung während der noch unklaren Lage nach dem Attentat. Auch das Smartphone-System Katwarn (Katastrophenwarnsystem) kam dabei zur Anwendung. Etwa 250'000 Menschen hätten am Freitagabend in diesem Bereich das System genutzt, wie Spiegel Online schreibt.

Auch in Zürich setzt die Polizei in Ausnahmesituationen auf die moderne Technik. Im Falle eines Amoklaufs oder einer Terrorattacke kommuniziert die Stadtpolizei gemäss "Tagesanzeiger" über mehrere Kanäle: Neben Twitter und Facebook setzt sie seit November 2011 auch auf eine kostenlose App, um News schnell und direkt zu verbreiten oder einen Notruf abzusetzen. Ebenfalls stehen Anwendungen zur Verfügung, um den aktuellen Standort der Benutzer anzugeben.

SRG warnt mit Icaro

Neben den direkten Angeboten verbessern auch regelmässige Medienmitteilungen die aktuelle Informationsverbreitung. So kann sich die Bevölkerung über lokale Medien informieren, welche Ereignisse wo stattfinden. Bei hoher Gefahrenlage richtet die Polizei ausserdem eine Hotline ein.

Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) prüft zurzeit ein schweizweites Warnsystem ähnlich wie Katarn, das per SMS oder App Warnungen verschicken kann.

Bereits heute bietet die SRG ein Warnsystem namens Icaro (Information Catastrophe Alarme Radio Organisation) an. Sobald ein Alarm gemeldet wird, muss dieser so schnell wie möglich auf allen deutschsprachigen SRF-Radiokanälen verbreitet werden. Dafür existiert ein spezieller Icaro-Knopf, worauf nach dessen Betätigung alle SRF-Radioprogramme für die Eilmeldung unterbrochen werden. So kann diese innerhalb von zwei bis drei Minuten nach Eingang des Alarms verbreitet werden.

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