Zürich
Stadtpolizei räumte Solidaritäts-Konzert im Asyl-Testzentrum

Rund 50 Aktivistinnen und Aktivisten der «Zürcher Plattform gegen rassistische Repression» (Platzh) veranstalteten bei der Asylunterkunft Juch in Zürich Altstetten eine Konzertaktion.

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Hier fand ein Solidaritäts-Konzert für eine Welt ohne Grenzen und und Ausbeutung statt.

Hier fand ein Solidaritäts-Konzert für eine Welt ohne Grenzen und und Ausbeutung statt.

Matthias Scharrer

Nach rund anderthalb Stunden räumte die Stadtpolizei aber schliesslich das Gelände, wie die Organisatoren in einer Medienmitteilung schreiben.

Die Auftritte zweier internationaler Bands seien Teil einer weltweiten Solidaritätsaktion «für eine Welt ohne Ausbeutung und ohne Grenzen» gewesen, heisst es darin. In Montreal, Amsterdam, Texas, New York und in acht mexikanischen Städten fanden am 24. Mai ähnliche Aktionen statt.

Die Zürcher Aktion begründeten die Organisatoren damit, dass im Asyl-Testbetrieb des Bundes Asylsuchende «weggesperrt» würden, um sie schneller ausschaffen zu können. Das in Altstetten angewandte Verfahren soll mitunter auch zu einer Beschleunigung der Behandlung von einzelnen Asylfällen führen. Nun habe sich aber herausgestellt, dass gezielt jene Gesuche prioritär behandelt würden, welchen man aufseiten der Behörden am wenigsten Chancen einräume, während andere jahrelang auf einen Entscheid warten müssten, schreibt Platzh. Bei der Räumung habe die Stadtpolizei die Flüchtlinge, welche sich zuvor teilweise mit den Aktivisten solidarisiert hätten, «zurückgedrängt», die Aktivisten kontrolliert und mit einem Rayonverbot belegt. (fni)