Dort kam es in der Nacht zum Sonntag zu Ausschreitungen, bei denen mehrere Container angezündet und Polizisten und Feuerwehrleute mit Steinen und Flaschen angegriffen wurden. Mit Gummischrot konnte die Polizei die Randalierer schliesslich vertreiben.

Zwei junge Männer, die an den Ausschreitungen mitgemacht haben sollen, wurden festgenommen. Nach einer Befragung wurden sie noch in der gleichen Nacht wieder auf freien Fuss gesetzt. Die Höhe des angerichteten Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden, wie eine Polizei-Sprecherin am Montag sagte.

Die Polizei profitierte davon, dass sie die SMS-Einladung selber ebenfalls erhielt. So war sie vorgewarnt und konnte schnell eingreifen, als die Situation ausser Kontrolle geriet.

Stadt hätte Party nicht bewilligt

Um genau solche Vorfälle zu verhindern, lancierte die Stadt Zürich vor vier Monaten die so genannte Jugendbewilligung. Damit können Organisatoren im Alter von 18 bis 25 ihren Freiluft-Anlass ohne grossen Aufwand bewilligen lassen, sodass er von der Polizei nicht frühzeitig beendet wird.

Die Verantwortlichen des Arboretum-Anlasses hatten bei der Stadt aber keinen Antrag gestellt, wie ein Sprecher des Schul und Sportdepartementes auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Es sei ihnen ganz offensichtlich auch nicht darum gegangen, einen friedlichen Anlass zu feiern.

«Die Stadt hätte diese Party aber ohnehin nicht bewilligt», sagte der Sprecher weiter. Die Wiese am Mythenquai wird nicht für Partys freigegeben, da diese den Verkehr zu stark stören würden.