Hinter den Zürcher Festspielen stehen seit 1996 das Opernhaus, die Tonhalle, das Kunsthaus und das Schauspielhaus. Sie organisieren jeweils am Saisonende im Juni ein Kulturprogramm. Die Stadt Zürich unterstützen die Festspiele jährlich mit 300'000 Franken, der Kanton mit 1,1 Millionen Franken.

Vor zwei Jahren wurde das Leitbild überarbeitet. Um ein breiteres Publikum anzusprechen, sollten sich neu auch kleinere und mittlere Kulturhäuser daran beteiligen.

Dies war bereits in diesem Jahr der Fall, als sich die Festspiele mit dem deutschen Komponisten Richard Wagner befassten. Wie Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) am Mittwochabend im Rat sagte, könne dieses Engagement ohne zusätzliche finanzielle Mittel aber nicht ein zweites Mal geleistet werden.

Der Zürcher Stadtrat wollte deshalb einen neuen Verteilschlüssel. Die kleinen Häuser sollten künftig 500'000 Franken erhalten. Um dies zu erreichen, sollte der städtische Beitrag für 2014 bis 2017 um 200'000 auf 500'000 Franken erhöht werden.

Eine Mehrheit des Stadtparlaments aus SP, SVP, GLP, CVP, EVP und AL wehrte sich dagegen und machte vor allem die schlechte finanzielle Siutation der Stadt Zürich geltend. Zudem sei die Durchführung auch mit dem bisherigen Beitrag möglich, sagte der SP-Sprecher.
Nur FDP und Grüne dafür

Einzig FDP und die Grünen waren für eine Erhöhung. Die FDP warf der SP vor, dass sie "schlicht inkonsequent" sei. Sie sei überzeugt, dass die Weisung eine gute Sache sei, sagte die FDP-Sprecherin.Gemäss Stadtpräsidentin Mauch ist die Ablehnung "ein Hammer und Motivationsdämpfer" für die Festspiele. Mauch hatte aber mit ihrer Rede keinen Erfolg - auch nicht bei ihrer eigenen Fraktion. Die Festspiele Zürich erhalten auch für 2014 bis 2017 somit jährlich 300'000 Franken.

Der Gemeinderat bewilligte am Mittwochabend hingegen 100'000 Franken mehr städtische Subventionen für das Theater Rigiblick. Der Jahresbeitrag für 2014 bis 2017 beträgt neu 490'000 Franken. Auch die Weiterführung der heutigen Beiträge für das Miller's Studio im Seefeld in der Höhe von rund 154'640 Franken um weitere vier Jahre wurde bewilligt.