Die Stadt Zürich hofft zudem auf einen Beitrag vom Bund. Die Velostation sei beim Agglomerationsporgramm angemeldet, sagte die zuständige Stadträtin Ruth Genner (Grüne).

Die unterirdische und überwachte Velostation Süd beim Zürcher Hauptbahnhof soll Platz für 1750 Fahrräder haben und 2017 unter dem geplanten Europaplatz zwischen der HB-Perronanlage und dem Sihlpostgebäude in Betrieb genommen werden.

SVP und SD waren gegen die "Luxusvelostation". Das Velo werde in der Stadt Zürich um einiges bevorzugt, sagte der SVP-Sprecher. Es gebe zudem genügend Velostationen.

Bei den Befürwortern sagten einige zähneknirschend Ja: Es brauche mehr Veloabstellplätze, deshalb sage die CVP notgedrungen Ja. Die FDP bezeichnete das Projekt als eine "sehr vergoldete Lösung". "Sehr glücklich" waren hingegen die Grünen. Es herrsche akuter Mangel an Veloabstellplätzen um den Zürcher Hauptbahnhof.

Fahrradverleihsystem für Zürich

Weiter debattierte der Gemeinderat über ein automatisches Fahrradverleihsystem in der Stadt Zürich. SP und Grüne hatten in einer Motion aus dem Jahr 2007 ein einfaches, benutzerfreundliches und kostengünstiges System gefordert.

In seinem Bericht bezeichnete der Stadtrat solche Systeme als "attraktiv". Als moderne Dienstleistung trage ein Veloverleih zu einem positiven Image einer Stadt bei.

Verleihsystem geht in Verlängerung

Bei der konkreten Ausgestaltung sind aber noch sehr viele Fragen offen, zudem ist die Frist abgelaufen. Der Stadtrat wollte deshalb die Motion abschreiben lassen. Das Parlament räumte dem Stadtrat stattdessen eine Nachfrist von zwölf Monaten zur Erarbeitung einer Vorlage ein.

Das Parlament überwies zudem knapp mit 59 Ja- zu 57 Nein-Stimmen ein Postulat von FDP, GLP, CVP und EVP zum gleichen Thema. So ein Verleihsystem mache Sinn, aber nicht mit Steuergeldern, sagte der FDP-Sprecher. Die Stadt soll deshalb nur die Tiefbauarbeiten übernehmen und ein Betreiber sämtliche übrige Aufwände finanzieren. Wird kein Anbieter gefunden, soll auf die Umsetzung verzichtet werden.