Veloverkehr
Stadt Zürich verbessert Markierung von Velorouten

Mit zusätzlichen Markierungen, Wegweisern oder Veloampeln will die Stadt Zürich das Velofahren sicherer machen. Daniel Leupi, Zürcher Polizeivorsteher und überzeugter Velofahrer, hat am Dienstag über den Stand des Projekts «Velo-Grid» informiert.

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Im Projekt «Velo-Grid» der Stadt Zürich sind auch neue Radstreifen markiert oder erneuert worden. (Symbolbild)

Im Projekt «Velo-Grid» der Stadt Zürich sind auch neue Radstreifen markiert oder erneuert worden. (Symbolbild)

Keystone

Für «Velo-Grid» steht in diesem Jahr ein Zusatzkredit von insgesamt 300'000 Franken zur Verfügung. Ziel ist es, bestehende innerstädtische Velorouten, die intensiv genutzt werden, besser sichtbar zu machen sowie bestehende Lücken zu schliessen.

Verschiedene Routen sind laut Leupi heute noch nicht durchgehend signalisiert. Die Gefährdung der Velofahrenden sei in Zürich «überdurchschnittlich hoch», gleichzeitig gebe es auch eine «überdurchschnittliche Unzufriedenheit» - allerdings nicht nur bei Velofahrenden, sondern auch bei den Autolenkern und Fussgängern, wie Leupi einräumte.

Im ersten Halbjahr 2012 wurden auf folgenden fünf Routen Verbesserungen umgesetzt: Sihlfeldstrasse - Beatenplatz, Albisriederplatz - Sportanlage Sihlhölzli, Irchelpark - Forchstrasse, Bahnhof Oerlikon - Schaffhauserplatz sowie Limmatplatz - Oerlikerpark.

Neue Radstreifen, neue Piktogramme

Auf diesen Abschnitten wurden neue Radstreifen markiert oder erneuert. Darunter sind auch versuchsweise rot eingefärbte Abschnitte, für welche die gesetzliche Grundlage derzeit noch fehlt, wie Leupi erklärte. Mittlerweile gebe es aber ein klares Signal des Bundesrates, diese Färbungen grundsätzlich zu ermöglichen.

Des weiteren wurden beispielsweise neue Piktogramme angebracht und die Signalisation verbessert. An verschiedenen Ampeln wurden die Haltebalken für Velofahrer nach vorne verschoben, wodurch diese einen «Startvorsprung» erhalten. Auch einzelne Autoparkplätze wurden verschoben - «aber nicht aufgehoben», wie Leupi betonte.

Die Arbeiten auf den Routen Badenerstrasse - General-Guisan-Quai und Escher-Wyss-Platz - Zollikerstrasse wurden bereits im vergangenen Jahr beendet. Bisher wurden insgesamt 21,3 Kilometer überprüft. Ziel ist es, bis Ende 2014 rund 25 Routen und damit etwa 100 Kilometer Velowege zu verbessern.

Schub für den Veloverkehr

Die bisherigen Massnahmen kosteten insgesamt 200'000 Franken. Mit den restlichen 100'000 Franken werden bis zum Jahresende die drei Abschnitten Albisriederstrasse - Winzerstrasse, Bederstrasse - Militärbrücke und Bahnhof Oerlikon - Bahnhof Affoltern angepackt.

Die Förderung des Veloverkehrs soll aber auch auf anderem Weg geschehen, wie Leupi sagte. So ist vorgesehen, dass die Veloprüfung künftig überall während der Unterrichtszeit absolviert wird. Dadurch lasse sich die Teilnahmequote deutlich erhöhen.

Darüber hinaus ist die Stadt dabei, den «Masterplan Velo» zu entwickeln. Dieser beinhalte ein ganzes Bündel von längerfristigen Massnahmen und soll noch dieses Jahr im Stadtrat behandelt werden. Mit dem Masterplan wolle die Stadt «dem Veloverkehr Schub geben und seinen Anteil deutlich steigern», sagte Leupi.