Auslandshilfe
Stadt Zürich unterstützt Projekte für sauberes Trinkwasser

Der Zürcher Stadtrat hat 2,5 Millionen Franken für die Entwicklungshilfe im Ausland bewilligt.Unterstützt werden 28 Projekte von 20 Hilfswerken. Das Augenmerk wurde auf Vorhaben gelegt, die zur Verbesserung des Trinkwassers und der Hygiene beitragen.

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Der Zürcher Stadtrat hat 2,5 Millionen Franken für die Entwicklungshilfe im Ausland bewilligt. (Symbolbild)

Der Zürcher Stadtrat hat 2,5 Millionen Franken für die Entwicklungshilfe im Ausland bewilligt. (Symbolbild)

Walter Schwager

Insgesamt 29 Hilfswerke aus der ganzen Schweiz hatten der städtischen "Fachkommission für die Hilfe an Entwicklungsländer" 52 Gesuche eingereicht, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr hatte die Stadt 36 Projekte berücksichtigt und dafür 2,01 Millionen Franken zur Verfügung gestellt.

Mit 50'000 Franken wird ein Projekt der Caritas im Südsudan unterstützt, das einen besseren Zugang zu sauberem Wasser und sanitärer Infrastruktur für die Bevölkerung bringen soll. Zur Verbesserung der Wasserversorgung wird in der Gemeinde Lobira im Ikwoto County ein Felsreservoir gebaut, um Regenwasser zu sammeln.

Das gesammelte Wasser wird gefiltert und über ein Rohrsystem zu einem Speichertank weitergeleitet. An diesen angeschlossen werden ein Wasserleitungssystem und verschiedene Wasserentnahmestellen für die Bevölkerung. Mit diesem System wird das Wasser nicht nur vor Verschmutzung, sondern zugleich auch vor Verdunstung geschützt.

Hilfe zur SelbsthilfeEin Projekt der Helvetas, das die Trinkwassersysteme und Hygienemöglichkeiten in vier Kleinstädten in Moçambique mit total 42'000 Einwohnern verbessert, unterstützt die Stadt Zürich mit 60'000 Franken. Davon profitieren rund 7000 Personen, die bis heute keinen direkten Zugang zu Trinkwasser haben. Weitere 3400 Familien werden beim Bau von Latrinen unterstützt.

Damit die Wasseranlagen in Zukunft auch ohne Unterstützung des Hilfswerks Bestand haben, werden Wasserkomitees gebildet. Die Bevölkerung soll zudem für die Themen Hygiene und Gesundheit sensibilisiert werden.

Latrinen an fünf SchulenDie Swissaid realisiert in der Gemeinde Falwel im Niger ein Projekt, das den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht und die sanitäre Versorgung für die Bevölkerung verbessern soll. Die Stadt Zürich leistet dazu einen Beitrag von 80'000 Franken. Insgesamt kommen durch den Bau der Trinkwasserversorgung 7700 Menschen in den Genuss von sauberem Trinkwasser.

Für 209 Familien werden sogenannte "Familienlatrinen" gebaut. Überdies werden an fünf Schulen Latrinen und Wasserhähnen zum Händewaschen installiert. Am Bau beteiligt sich die Bevölkerung nicht nur mit Baumaterial, sie leistet für die Wassernutzung auch Abgaben an die Wasserkomitees.

Nachhaltigkeit muss gewährleistet seinDer Zürcher Gemeinderat hatte im Budget 2015 einen Kredit von 2,5 Millionen Franken für die Entwicklungshilfe im Ausland eingestellt. Bewilligt habe der Stadtrat nur Projekte, die im Einklang mit den vom Stadtparlament beschlossenen "Richtlinien über die Entwicklungshilfe" stehen, heisst es in der Mitteilung.

Nicht unterstützt wurden Projekte mit unklarem Projektbeschrieb oder zu hohen administrativen Kosten. Ebenfalls kein Geld von der Stadt erhielten Projekte, "die den Aspekt der Nachhaltigkeit verletzen oder bei denen unklar bleibt, ob und wie sich die Begünstigten selber für das Projekte engagieren".