Windenergie
Stadt Zürich steigt in französischen Windpark ein

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) kauft ein baureifes Windparkprojekt in der Region Nord Pas de Calais, rund 30 Kilometer vom Ärmelkanal entfernt. Der geplante Windpark werde eine Leistung von 12 Megawatt aufweisen.

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AZ

An dem Standort mit besonders guten Windverhältnissen sollen ab Oktober 2014 sechs getriebelose Turbinen Strom produzieren.

Der geplante Windpark werde eine Leistung von 12 Megawatt aufweisen, teilte der Stadtrat am Mittwoch mit. Erwartet werde eine jährliche Stromproduktion von rund 35 Gigawattstunden. Damit könnten in der Stadt Zürich rund 13'000 durchschnittliche Haushalte versorgt werden.

Das ewz könne sich mit dem Kauf des baureifen Projekts Know-how mit den vielversprechenden getriebelosen Anlagen aufbauen, heisst es in der Mitteilung. Windturbinen ohne Getriebe zeichnen sich durch ein geringes Gesamtgewicht, geringere Unterhaltskosten und eine grössere Energieausbeute aus.

Im Mai 2009 hatten die Stimmberechtigten der Stadt Zürich einen Rahmenkredit von 200 Millionen Franken für Windenergieanlagen gutgeheissen. Das ewz erwirbt nun von diesem Kredit die Projektgesellschaft SEPE L'Epinette S.A.R.L. von Ostwind international.

Die Ostwind-Gruppe entwickelt und baut seit 20 Jahren Windparks und ist hauptsächlich in Deutschland, Frankreich und Tschechien tätig. Der Stadtrat hat für die Realisierung des Windparks einen Objektkredit bewilligt, über dessen Höhe zwischen den Partnern Stillschweigen vereinbart wurde, wie es in der Mitteilung heisst.