Zürich
Stadt Zürich setzt Kampf gegen Problempflanzen verstärkt fort

Die Stadt Zürich kämpft seit Längerem gezielt gegen Problempflanzen. Die so genannten invasiven Neophyten sind fremde Pflanzen, die einheimische Arten verdrängen und die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden.

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Der Riesen-Bärenklau löst schwere Verbrennungssymptome aus

Der Riesen-Bärenklau löst schwere Verbrennungssymptome aus

ZVG

Im laufenden Jahr wurde der Kampf intensiviert, für die weiteren Jahre ist ein Aktionsplan vorgesehen.

Im zu Ende gehenden Jahr wurden die Pflanzenbestände intensiver bekämpft und deren Standorte noch detaillierter erhoben, wie Grün Stadt Zürich in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Zudem wurde die Bevölkerung mit verschiedenen Aktionen für das Thema sensibilisiert.

Man sei auf dem richtigen Weg, wird Adrian Stolz, Geschäftsbereichsleiter Naturförderung, in der Mitteilung zitiert. "Entscheidend ist jedoch die kontinuierliche Bekämpfung." Nur so könnten die Ausbreitung dieser Pflanzen und somit deren negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt eingedämmt werden.

Ein Beispiel für einen invasiven Neophyten ist etwa der japanische Staudenknöterich. Der ausgesprochen hartnäckige Eindringling hat sich entlang der Limmat breit gemacht, wie das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement im Frühjahr bekanntgegeben hatte.

Dieser Neophyt wächst täglich bis zu dreissig Zentimeter und kann mit seinen ausladenden Wurzeln ganze Uferböschungen destabilisieren. Der Knöterich ist aber nicht die einzige Problempflanze in der Stadt Zürich: An 162 Standorten gedeiht der Riesen-Bärenklau prächtig und gar auf 634 Standorten hat sich die Goldrute ausgebreitet.

Sie alle gehören zu den 24 Pflanzenarten, die auf der schwarzen Listen aufgeführt sind, weil sie hierzulande in den Bereichen Biodiversität, Gesundheit oder Ökonomie Probleme verursachen. Mit einem Aktionsplan will Grün Stadt Zürich deshalb den Kampf auch in Zukunft verstärken und das Vorgehen langfristig planen.