«Stadtverkehr 2025»
Stadt Zürich legt ersten Bericht zum «Stadtverkehr 2025» vor

Vor genau einem Jahr hat der Zürcher Stadtrat das Programm «Stadtverkehr 2025» lanciert. Ein erster Zwischenbericht liegt nun vor, welcher über die Fortschritte bezüglich Verkehrssituation, Luftreinhaltung oder Lärmemissionen informieren soll.

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Keystone

Der prozentuale Anteil des öV, Fuss- und Veloverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen in der Stadt Zürich soll innerhalb von zehn Jahren um zehn Prozentpunkte steigen. Dieses Ziel wurde nach der Volksabstimmung über die «Städteinitiative» in der Gemeindeordnung verankert.

Mit dem Programm «Stadtverkehr 2025» sei eine markante Verbesserung in dieser Richtung möglich, teilte die Stadt am Dienstag mit. Das Übergangsziel lasse sich jedoch nur mit weitergehenden, einschneidenden Massnahmen erreichen.

Der Bericht 2012 definiert sechs Ziele und verschiedene Indikatoren wie diese Ziele erreicht werden sollen sowie einen Aktionsplan. Die wichtigsten Projekte, die im Berichtsjahr lanciert oder weiterentwickelt wurden, sind der Masterplan Velo und die VBZ-Netzentwicklungsstrategie «züri-linie 2030», wie es in der Mitteilung heisst.

Bei den sechs Zielen geht es unter anderem darum, die Attraktivität des öV, Fuss- und Veloverkehrs zu verbessern und die Kapazität des motorisierten Individualverkehrs nicht zu erhöhen. Die 2000-Watt-Gesellschaft im Bereich Mobilität soll umgesetzt, die Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen des Verkehrs geschützt und die Qualität des öffentlichen Raums gesteigert werden.

Der Aktionsplan ist als rollende Planung angelegt und wird laufend ergänzt. Er enthält 21 Schlüsselmassnahmen, die alle Ziele und das ganze Stadtgebiet abdecken. Die Massnahmen reichen vom Tram Affoltern über die Neugestaltung der Riviera, die Veloroute Sihl-Limmat, Mobilitätsberatung und Strassenlärmsanierung bis zur Tarifanpassung bei weissen Parkplätzen.

Der Aktionsplan wird nun weiterentwickelt. Beispielsweise wird abgeklärt, wie der Transitverkehr in der Stadt reduziert werden kann. Ausserdem werden Konzepte ausgearbeitet zur Fahrplanstabilität und zur Beschleunigung von Tram- und Busverkehr oder, wie Bahnstationen besser zugänglich gemacht werden können. Auch die Auswirkungen eines Mobility Pricing werden weiter untersucht.